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05.06.2009

Reporting

RWE legt CR-Zwischenbericht 2008 vor

Mehr Wachstum mit weniger CO2. Das ist das selbst gesteckte Unternehmensziel des Energiekonzerns RWE. Möglich werden soll dies durch eine konzernweite Klimaschutzstrategie. Über den Stand der Dinge informiert der aktuelle Zwischenbericht 2008 „VoRWEg gehen . Mit Verantwortung“. UmweltDialog stellt die wichtigsten Ergebnisse vor.

RWE Nachhaltigkeitsbericht

Die meisten Unternehmen berichten im Zwei-Jahres-Turnus über ihr Nachhaltigkeitsengagement. Die Zwischenzeit bleibt für Anspruchsgruppen ein „schwarzes Loch“. Um seinen jeweiligen Stakeholder-Dialog hier proaktiv und fundiert fortführen zu können, veröffentlicht RWE einen sogenannten Zwischenbericht. Dieser ist nicht so dezidiert und geregelt wie der offizielle Nachhaltigkeitsbericht, aber dennoch hinreichend aussagefähig, um einen anspruchsvollen Dialog zuzulassen. Zudem erlauben Zwischenberichte sinnvolle thematische Akzentuierungen. Der Zwischenbericht von RWE ist ein Beispiel dafür: Einerseits werden durchaus entlang der Triple Botton Line die wesentlichen Säulen der Nachhaltigkeit beleuchtet, aber zugleich wird ein klarer Akzent auf das Thema Klimawandel gesetzt. Dazu Alwin Fitting, Mitglied des RWE-Vorstands und verantwortlich für Unternehmensverantwortung (CR – Corporate Responsibility): „Unsere CR-Strategie definiert zehn Handlungsfelder, die aber nicht unabhängig voneinander, sondern wechselseitig vernetzt sind – wie beispielsweise Klimaschutz, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit. Und da fängt für uns – jenseits des Risiko- und Reputationsmanagements – die Gestaltung verantwortlichen und zukunftsfähigen Handelns an. Wir entwickeln dafür konzernübergreifende Ziele und Steuergrößen, die in unser operatives Geschäft integriert werden.“

Innogy gegründet

Wirtschaftlich zumindest steht die RWE AG trotz einem tief eingetrübten konjunkturellen Umfeld sehr gut da, wie der CR-Zwischenbericht belegt: Das Essener Unternehmen ist ein führender europäischer Energieversorger mit 65.908 Beschäftigten, der 14,4 Mio. Kunden mit Strom und weitere 6,2 Mio. Kunden mit Gas versorgt. RWE besitzt Kraftwerke mit einer Kapazität von 36.524 Megawatt (MW) sowie Transportnetze für Gas und Strom. Aus nachhaltiger Sicht der wichtigste wirtschaftliche Impuls der vergangenen zwölf Monate war die Gründung der Tochtergesellschaft Innogy. In ihr werden alle Aktivitäten zu Erneuerbaren Energien gebündelt. Innogy ist ausgestattet mit einem Investitionsvolumen von 1 Mrd. Euro im Jahr und wird vom renommierten Umwelt- und Energiexeperten Fritz Vahrenholt geleitet.

Mit entsprechendem Mandat und Kapital ausgestattet zeigt sich Innogy relativ unbeeindruckt vom eingetrübten Wirtschaftsumfeld und schreitet auf dem Weg hin zu mehr Erneuerbaren Energien fort. So lobt RWE-Vorstand Fitting: „Mit der Gründung der RWE Innogy GmbH konnten wir zahlreiche Projekte anstoßen und unser Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien massiv ausweiten. Ein zentraler Meilenstein unserer Klimaschutzstrategie war die Festlegung des Standorts für das weltweit erste großtechnische Kraftwerk mit CO2- Abscheidung und -Speicherung (CCS).“

Von Kohlekraftwerken überzeugt

Da traditionelle Energiegewinnung aber weiterhin bei RWE im Vordergrund steht, ist die CO2-Herausforderung gerade bei herkömmlichen Kraftwerken zentral. Und hier hat man bei RWE eine klare Position: Die Essener plädieren für den Bau moderner Kraftwerke mit höherem Wirkungsgrad. Im Blickpunkt stehen dabei Kohlekraftwerke, von deren effizienter und in Kombination mit entsprechenden CCS-Technologien klimafreundlicher Nutzung RWE überzeugt ist. Da in diesem Bereich aber noch lange nicht alle Entwicklungen ausgeschöpft sind, hat RWE das „Innovationszentrum Kohle“ eingerichtet, das die Erforschung vorantreiben soll. Im Zwischenbericht heißt es zur Kohlekraftwerksausrichtung: „Derzeit errichten wir in Neurath zwei hocheffiziente Braunkohlenblöcke (BoA 2&3), ein Steinkohlekraftwerk in Hamm sowie drei Gaskraftwerke in Lingen, Staythorpe und Pembroke (beide Großbritannien). Alle Kraftwerke sind auf den derzeit größtmöglichen Wirkungsgrad ausgelegt.“

Beim Thema Kunden und Verbraucher, dem wichtigsten Stakeholder, gehe es laut RWE weiterhin um zwei zentrale Themen: Strompreise sowie Energieeffizienz. Dazu merkt der Bericht an: „Die anhaltende Diskussion um die Entwicklung der Strompreise zeigt, dass eine transparente Preisgestaltung und attraktive Tarife zu unseren größten Herausforderungen zählen. Gleichzeitig erwarten Privat-, Gewerbe- und Industriekunden aber auch eine dauerhafte und sichere Versorgung sowie ein einwandfreies Verhalten am Markt.“ Insgesamt 150 Mio. Euro hat RWE im Frühjahr 2007 für seine Energieeffizienzkampagne bereitgestellt. Der größte Anteil entfällt auf ein dreistufiges Maßnahmenbündel: Information über Effizienzpotenziale, Aufzeigen von Einsparmöglichkeiten und gemeinsame Realisierung derselben.

Companius Projekt

Beim Themenfeld Mitarbeiter und gesellschaftliches Umfeld stellt sich RWE in immer stärkerem Umfang dem demographischen Wandel sowie dem Engagement des Unternehmens und seiner Mitarbeiter in den jeweiligen Regionen und Communities. Letzteres ist unter der Bezeichnung RWE Companius bundesweit bekannt geworden. Dazu Vorstand Fitting: „Eine unerwartet große, inzwischen konzernweite Beteiligung konnten wir bei der ursprünglich von den Vertriebsregionen ausgegangenen Initiative RWE Companius verzeichnen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim freiwilligen gesellschaftlichen Engagement unterstützt.“ Bei RWE-Companius handelt es sich um Mitarbeiterengagement in Eigenregie.

Quelle: UD
 

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