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05.07.2016

Reporting

MAN legt GRI-Bericht 2015 vor

Die Münchener MAN Gruppe, eines der führenden Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbauunternehmen Europas, hat ihren Corporate Responsibility Bericht 2015 vorgelegt. Das Traditionsunternehmen konnte seine Produkte demnach weiter auf Effizienz trimmen. Auch bei ihrem Klimaziel für das Jahr 2020 halten die Münchener Kurs – dem wirtschaftlich schwierigen Umfeld zum Trotz.

MAN legt GRI-Bericht 2015 vor

Das bekam die MAN Gruppe im vergangenen Jahr deutlich zu spüren. Der Umsatz der zur Volkswagen AG zählenden Marke lag mit 13,7 Milliarden Euro um vier Prozent unter dem Vorjahresniveau, das operative Ergebnis bei 92 Millionen Euro. Zu schaffen machte dem Konzern unter anderem die nachlassende konjunkturelle Dynamik in vielen Schwellenländern, den die Erholung auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt nicht auffangen konnte. Vom Nachhaltigkeitskurs seines Unternehmens will Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands MAN SE, dennoch nicht abrücken: „Wir treten auch in herausfordernden Zeiten für unternehmerische Verantwortung ein.“

Die Münchener untermauern dieses Versprechen mit klaren Zielen. Beim Klimaschutz etwa wollen sie ihren CO2-Ausstoß in der Produktion bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 2008 senken. Aktuell haben sie davon 19,5 Prozent erreicht. Insgesamt sind die absoluten CO2-Emissionen im Berichtszeitraum indes nicht gesunken. Sie bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Pro produziertem Fahrzeug sind sie sogar deutlich gestiegen: von 2,6 Tonnen pro Fahrzeug in 2014 auf 3,0 Tonnen im vergangenen Jahr.

Höhere Grundlast-Energieverbräuche durch rückläufige Produktion

MAN gibt als Grund die drastisch rückläufigen Produktionszahlen in Lateinamerika an. Die führten nicht wie man erwarten könnte zu einem geringeren Energieverbrauch. Tatsächlich resultierten sie in höheren Grundlast-Energieverbräuchen – und damit sinkender Energieeffizienz an den Fließbändern. Aus demselben Grund ist auch der Energieverbrauch pro produziertem Fahrzeug von acht Megawattstunden im Jahr 2014 auf 9,4 Megawattstunden pro Einheit im Jahr 2015 gestiegen.

Um die eigenen Standorte möglichst klimaschonend zu betreiben, hat MAN im vergangenen Jahr etliche Werke mit „grüner“ Technik ausgerüstet. Am Standort München etwa wurde die komplette Außenbeleuchtung auf LED umgestellt. In Plauen, Nürnberg und dem polnischen Starachowice wurden zudem insgesamt fünf Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Im südafrikanischen Pinetown hatte MAN bereits 2013 auf insgesamt 6.300 Quadratmetern Fläche eine riesige Photovoltaikanlage installiert, die 2015 ganzjährig in Betrieb war. Das dortige Werk ist den Angaben zufolge das erste des Konzerns, das komplett klimaneutral arbeitet.

In seiner Branche sieht sich der Konzern auch deswegen als „international führend beim Klimaschutz“, wie es im Bericht heißt. Unabhängige Organisationen wie die Investoreninitiative CDP bestätigen das. Die erteilt MAN beim Klimaschutz Bestnoten in Sachen Transparenz und Leistungen und zählt das Unternehmen zu den zehn Besten im Sektor „Industrials“. 2015 konnten sich die Münchener zudem zum vierten Mal in Folge Plätze in den Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability World & Europe sichern. MAN zählt dort eigenen Angaben zufolge zu den drei bestplatzierten Unternehmen der Branche und ist als einziges deutsches Unternehmen seines Sektors in diesen Indizes vertreten.

Der MAN TGX EfficientLine 2.
Der MAN TGX EfficientLine 2.

Effizientes Produktportfolio ausgebaut

Da die MAN-Produkte den Großteil ihrer Emissionen nicht bei der Herstellung verursachen, sondern während der Nutzung, sieht das Unternehmen hier auch seinen größten Hebel zur Reduktion der globalen CO2-Emissionen. Über den Lebensweg gerechnet liegt der Anteil der in dieser Phase verursachten Emissionen dem Bericht zufolge bei über 90 Prozent.

Bei der Sattelzugmaschine TGX 18.440 4x2 BLS Euro 5 etwa, einem der meistverkauften Fahrzeuge des Konzerns, entstehen bei einer Laufleistung von 1,8 Millionen Kilometern Treibhausgasemissionen in Höhe von 1.746 Tonnen CO2-Äquivalenten. 98 Prozent davon entfallen nach Unternehmensangaben auf die Nutzungsphase. MAN richtet seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deswegen darauf aus, Nutzfahrzeuge, Motoren und Turbomaschinen effizienter, kraftstoffsparender und emissionsärmer zu machen.

Durchaus mit wirtschaftlichem Erfolg: Der mit Hybridtechnologie ausgerüstete MAN Lion’s City Hybrid Bus zum Beispiel verbraucht pro Jahr bis zu 30 Prozent weniger Diesel als ein Bus mit konventionellem Antrieb, entsprechend einer CO2-Einsparung von 26 Tonnen. 2015 verkaufte MAN 126 dieser Busse. Das sind 68 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch zum Unternehmensrenommee leisten die „grünen“ Produkte ihren Beitrag: Den mit Erdgas angetriebenen Stadtbus MAN Lion’s City GL CNG, der nahezu CO2-neutral unterwegs ist, wählte eine europäische Fachjournalisten-Jury zum „Bus of the Year 2015“. Außerdem gewannen die Münchener damit den „Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis 2015“.

Hilfe für Menschen in Not

Seiner gesellschaftlichen Verantwortung ist das Unternehmen im vergangenen Jahr vor allem durch seine Flüchtlingshilfe nachgekommen. Dabei unterstützte MAN insbesondere unbegleitete Minderjährige. Seinem langjährigen Kooperationspartner SOS Kinderdorf hat der Konzern unter anderem knapp 90.000 Euro überwiesen, die Einrichtungen in München, Augsburg, Salzgitter und Dießen am Ammersee zugute kamen. Der Stadt München spendete MAN 15.000 Euro, um Flüchtlingen den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen. Insgesamt leistete der Konzern 2015 eigenen Angaben zufolge Geld- und Sachspenden in Höhe von etwa 838.000 Euro.

Über den Bericht

Mit dem Corporate Responsibility Bericht 2015 dokumentiert die MAN SE ihre konzernweiten Aktivitäten in Sachen Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung. Der Bericht entspricht den Leitlinien der Global Reporting Initiative in der Version G4 und informiert auch darüber, wie der Konzern die zehn Prinzipien verantwortungsbewussten Wirtschaftens des UN Global Compact umsetzt. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die im Bericht aufgeführten Kennzahlen bestätigt. Zum Thema Nachhaltigkeit informiert MAN zudem mit ergänzenden Erläuterungen und Beispielen im CR-Journal, das Ende Juli 2016 in einer Print- und in einer Online-Version erscheinen soll.

Quelle: UmweltDialog
 

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