BSH baut Vorreiterrolle bei energieeffizienten Geräten aus
Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH hat 2011 ein neues Rekordjahr erreicht. Europas führender Hausgerätehersteller steigerte seinen Umsatz um 6,4 Prozent auf 9,654 Milliarden Euro. „Insgesamt war 2011 ein sehr erfolgreiches Jahr für uns. Wir sind weiterhin überdurchschnittlich profitabel. Das ist insofern bemerkenswert, da das vergangene Jahr kein einfaches für die Hausgerätebranche war. Die BSH konnte in vielen Ländern überproportional wachsen und ihre Marktposition weiter ausbauen - insbesondere bei supereffizienten Hausgeräten und Consumer Products“, sagte Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH.
25.06.2012
In Deutschland, wo rund ein Drittel der insgesamt über 45.000 Mitarbeiter des Konzerns beschäftigt ist, steigerte die BSH ihren Umsatz um 8,2 Prozent auf 2,062 Milliarden Euro. Gründe sind insbesondere der hohe Absatz von Einbaugeräten, zahlreiche Innovationen und die weiter zunehmende Nachfrage nach energieeffizienten Geräten. Besonders hohe Zuwachsraten erzielte die BSH in den Wachstumsmärkten Asien (+18,4 Prozent) und Osteuropa (+15,5 Prozent). Auf dem nordamerikanischen Markt (-10,3 Prozent) und in den europäischen Krisenstaaten musste der Konzern Rückgänge in Kauf nehmen. So entwickelte sich der Umsatz des Unternehmens in Westeuropa leicht rückläufig auf 3,514 Milliarden Euro (-0,7 Prozent). Besonders schwierig gestalteten sich - konjunkturell bedingt - die Märkte in Griechenland, Spanien und Portugal. Positiv hingegen entwickelte sich das Geschäft in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Schweden.
Mit Innovationen weiter auf Wachstumskurs
Die BSH hat allein im vergangenen Jahr 453 Millionen Euro in Entwicklung und Produktion von energieeffizienten Hausgeräten und in die Standorte investiert. Das sind 50 Millionen Euro mehr als zuvor. Wie bereits in den Vorjahren war Deutschland einer der Investitionsschwerpunkte: rund 33 Prozent der Investitionen wurden im Inland getätigt. Am Standort Dillingen liefen sehr erfolgreiche neue Gerätereihen für besonders sparsame Geschirrspüler an, die dort auch entwickelt wurden. In Berlin eröffnete die BSH ein neues Technologiezentrum für Wäschepflege und in Traunreut ein Entwicklungszentrum für Kaffeevollautomaten. „All das zeigt, dass das Engagement der BSH ein nachhaltiges unternehmerisches Bekenntnis zum Standort Deutschland ist. Wir setzen bewusst auf das Gütesiegel Made in Germany“, erklärte Finanz-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Johannes Närger. Außerhalb Deutschlands lagen die Schwerpunkte der Investitionen in der Türkei, in China, Spanien und Russland. In diesen Ländern investierte der Konzern vor allem in die Infrastruktur der Standorte sowie in den Aufbau- und Ausbau der Fertigung von Produkten, insbesondere für die Produktbereiche Wäschepflege und Kälte.
Besonders bei supereffizienten Hausgeräten, also Geräten der besten Energieeffizienzklassen, konnte die BSH ihre Vorreiterrolle 2011 weiter ausbauen. Zahlreiche Produkte des Unternehmens halten Rekorde beim Verbrauch und setzen somit Maßstäbe in der Branche. Diese Geräte fasst die BSH seit 2009 in einem sogenannten Supereffizienz- Portfolio zusammen und lässt sich die Zahlen jedes Jahr von Wirtschaftsprüfern bestätigen. So stieg der Absatz dieser Hausgeräte 2011 in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 3,5 Millionen Stück. Damit erhöhte sich der Anteil supereffizienter Geräte am BSH-Absatz europaweit auf 28 Prozent. „Das ist ein schöner Erfolg. Weniger positiv ist jedoch die Sicht, wenn man das Gesamtbild betrachtet“, betonte Gutberlet. „Der großflächige Einsatz supereffizienter Geräte vollzieht sich vor dem Hintergrund von Klimaschutzzielen und Energiewende immer noch zu langsam.“
Positive Entwicklung der Mitarbeiterzahlen
Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr weltweit fast 2.800 Mitarbeiter eingestellt. Die neuen Arbeitsplätze sind im Wesentlichen in China, der Türkei, Deutschland und Russland geschaffen worden, um den positiven Entwicklungen der Märkte gerecht zu werden. „Die BSH bietet ihren Mitarbeitern sehr gute Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten. So zählen wir bereits seit vielen Jahren zu den attraktivsten Arbeitgebern in Deutschland - und seit diesem Jahr auch in Polen und den Niederlanden“, betonte Närger. Die BSH legt dabei einen zunehmend größeren Schwerpunkt auf den Ausbau ihrer Diversity-Aktivitäten und des Talent Managements.
Vorsichtige Wachstumsprognose für 2012
Der Umsatz der BSH lag im ersten Quartal 2012 nur auf Vorjahresniveau. Das Unternehmen rechnet mit anhaltenden Währungsrisiken. Gutberlet geht von einer Belebung der Märkte vor allem in China und der Türkei in der zweiten Jahreshälfte aus. Auf dieser Basis rechnet er für das Gesamtjahr 2012 mit einer Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Bereich.