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GIZ: Botschafter der Entwicklung

Die tansanische Personalberaterin Angela Catherine Rwegellera ist seit Juli 2011 in Deutschland. Sie gehört zu einer Gruppe von 17 afrikanischen Nachwuchsführungskräften, die bis Juni 2012 am Programm „Afrika Kommt!“ teilnehmen. „Meine Reise ist eine Reise der Transformation“, sagt Rwegellera. „Ich möchte mich zu einer visionären Führungskraft entwickeln, Menschen um mich herum motivieren und Veränderungen aktiv mitgestalten“, umreißt sie ihre Ziele. Bis Ende September arbeitet sie in der Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn.
Foto: Rolf Friedrich/pixelio.de
20.09.2011 Bonn/Eschborn (UD/cp) - Die Telekom ist eines von 19 deutschen Großunternehmen, die „Afrika Kommt!“ 2008 ins Leben riefen und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit der Umsetzung beauftragten. Das Regionale Zentrum Nordrhein-Westfalen der GIZ koordiniert die Weiterbildungsinitiative, die sich speziell an junge Führungskräfte aus Ländern Subsahara-Afrikas richtet und unter anderem auch von der Deutschen Bahn, SAP, Bosch und Volkswagen getragen und finanziert wird.
 
Jede der 17 Nachwuchskräfte arbeitet mehrere Monate in einem der deutschen Partnerunternehmen. Die afrikanischen Manager versprechen sich davon dauerhafte Kontakte, nicht zuletzt auch durch die deutschen Sprachkenntnisse, die sie sich schon in der Vorbereitung angeeignet hatten.

„Jeden letzten Donnerstag im Monat haben wir einen Webchat mit den Alumni des ersten Kurses. Sie geben uns wertvolle Tipps für unsere Weiterbildung in Deutschland und unterstützen uns weiterhin“, sagt der nigerianische Planungsmanager Opeyemi Anthony Amusan. Dieser Austausch der verschiedenen „Generationen“ der Trainingskurse wird von der GIZ über das E-Learning-Portal Global Campus 21 ermöglicht. Der Kenianer Willies Omondi Ogutu arbeitet zur Zeit bei Bayer und betont: „Auch wir werden unsere Erfahrungen weitergeben. In fünf Jahren sind wir in Führungspositionen und werden großen Einfluss haben. Wir wollen nach unserer Rückkehr unsere Kenntnisse zu Hause einsetzen und die Kontakte zu Deutschland halten“, so Ogutu weiter. Die Gruppe sei bereits jetzt entschlossen, zu Botschaftern der Entwicklung zu werden und den Wandel zu beschleunigen. Aber sie wollen auch in den deutschen Unternehmen für ein besseres Afrikabild sorgen. „Wir können Dinge bewegen“, ist Willies Ogutu überzeugt.

Beatrice Bolen, PR-Managerin aus Botswana, spricht eine wichtige Voraussetzung an: „Wir sehen britische, dänische, schwedische Unternehmer in Botsuana – aber nur sehr wenige deutsche.“ Das will „Afrika Kommt!“ ändern.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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