RWE richtet Vorstandsvergütung auf Nachhaltigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit aus

Die RWE AG wird die Vorstandsvergütung in Zukunft stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausrichten. Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung ein entsprechend geändertes System der Vorstandsvergütung zur Billigung unterbreitet. Der Aufsichtsrat hatte die Neuregelung bereits beschlossen.

17.05.2010

RWE-Zentrale, Foto: RWE
RWE-Zentrale, Foto: RWE

Damit wird ein Teil der Tantieme künftig nicht mehr allein nach finanziellen Kennzahlen bemessen, sondern auch nach Nachhaltigkeitskriterien wie Umweltschutz, Mitarbeiterorientierung und Kundenloyalität. RWE ist damit eines der ersten deutschen Unternehmen, das einen solchen Schritt vollzieht.

25 Prozent der Tantieme werden künftig für drei Jahre zurückgestellt. Damit wirkt dieser Teil der Vorstandsvergütung nicht mehr unmittelbar nach Ende eines Geschäftsjahres, sondern erst mittelfristig. RWE trägt damit einer wichtigen Forderung der Corporate-Governance-Diskussion und des neuen Vorstandsvergütungsgesetzes Rechnung. Am Ende der drei Jahre überprüft der Aufsichtsrat, ob die Unternehmensentwicklung nachhaltig war und in welcher Höhe die Tantieme ausgezahlt wird.

Gebildet wird dazu ein „Bonus-Malus-Faktor“. Er setzt sich zusammen aus der dreijährigen Entwicklung des Wertbeitrags des Unternehmens, dem „Corporate Responsibility Index“ sowie einem „Motivationsindex“. Der Corporate Responsibility Index bewertet das ökologische und gesellschaftliche Handeln des Konzerns und wird anhand der Ziele und deren Erreichung ermittelt, die sich das Unternehmen in den zehn RWE-Handlungsfeldern zur Nachhaltigkeit gesetzt hat. Ein Wirtschaftsprüfer wird den Index bestätigen. Der Motivationsindex bildet die Mitarbeiterzufriedenheit und die Mitarbeitermotivation ab. Dafür hat RWE ein aussagefähiges Verfahren entwickelt, dessen Kern die regelmäßig stattfindende Mitarbeiterbefragung ist. Der Bonus-Malus-Faktor kann zwischen 0 Prozent und 130 Prozent liegen.

Darüber hinaus stellte RWE auf der Hauptversammlung seinen neuen Nachhaltigkeitsbericht unter dem Motto „Gutes bewegen. Für die Gesellschaft“ vor. Der Bericht zeigt für die Jahre 2008 und 2009 die wesentlichen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen für den RWE-Konzern und stützt sich auf einen umfangreichen und transparenten Datensatz.

Der Bericht konzentriert sich auf die Corporate-Responsibility-Themen von RWE, zu denen die Klimaschutzstrategie, die Verringerung des eigenen Energieverbrauchs, Umwelt- und Naturschutzthemen, Energieeffizienz und Kundenverantwortung, die Mitarbeiter, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, gesellschaftliche Verantwortung, der Dialog mit den Stakeholdern, verantwortliche Wertschöpfung und das Engagement in den Regionen gehören. Teil der Berichterstattung sind auch die Renaturierung der Tagebaue, Erhalt und Förderung der Artenvielfalt in der Umgebung von Kraftwerken und Stromleitungen sowie die Zukunftsthemen Forschung und Bildung.

Quelle: UD / cp
 

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