Bayer Climate Program
Bayer hat das integrierte konzernweite "Bayer Climate Program" gestartet, mit dem das Unternehmen die CO2-Emissionen in der eigenen Produktion weiter senken sowie neue Lösungen für den Klimaschutz und den Umgang mit dem Klimawandel entwickeln will. Es umfasst ein vom Konzern-Vorstand initiiertes, auf mehrere Jahre angelegtes Maßnahmenpaket und basiert auf der neu formulierten "Bayer-Politik zum Klimawandel".
Vorstandsvorsitzender Werner Wenning, Fotos (3): Bayer
"Uns ist bewusst, dass wir zu den Emittenten von Treibhausgasen zählen", sagte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning bei der Präsentation des neuen Klimaprogramms auf einer internationalen Pressekonferenz vor mehr als 100 Journalisten in Leverkusen. "Deshalb galten schon in der Vergangenheit unsere Anstrengungen dem Ziel, die CO2-Emissionen zu senken." So habe das Unternehmen zwischen 1990 und 2006 die weltweiten absoluten Treibhausgas-Emissionen erheblich - um 36 Prozent - reduziert. Zudem konnten auch dank einer stetig verbesserten Energieeffizienz die spezifischen Emissionen je Produkteinheit gesenkt werden.
Bayer-Chemiepark Leverkusen
Für diese Leistungen haben unabhängige Institutionen wie das Carbon Disclosure Project Bayer mehrfach mit dem Prädikat "Best in Class" ausgezeichnet. Erst kürzlich wurde der Leverkusener Konzern zum dritten Mal in Folge in den Climate Disclosure Leadership Index, den ersten weltweiten Klimaschutz-Index, aufgenommen - als einziges europäisches Unternehmen der Chemiebranche.
Bayer unterstütze die Entwicklung einer effektiven Klimaschutz-Regelung auf globaler Ebene und engagiere sich hierfür in Initiativen wie 3C: Combat Climate Change. Daher appellierte Wenning an die Politik, große Treibhausgas-Emittenten wie die USA, China und Indien in ein neues internationales Klimaabkommen einzubeziehen. "Wir brauchen eine Trendwende bei den CO2-Emissionen. Dabei kann dem globalen Problem des Klimawandels nur durch gemeinsames Handeln zumindest aller großen Emittenten weltweit begegnet werden", argumentierte der Bayer-Chef. Eine isolierte Vorreiterrolle Europas und insbesondere Deutschlands hingegen könne den Klimawandel nicht aufhalten und würde zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie hierzulande gefährden.
Gebäudedämmung
Für den Zeitraum 2005 bis 2020 hat sich Bayer neue, insbesondere vor dem Hintergrund der bereits geleisteten Treibhausgas-Reduktion ambitionierte Emissionsziele gesetzt. Der Teilkonzern Bayer MaterialScience will seine spezifischen Treibhausgasemissionen pro Tonne Verkaufsprodukte global um 25 Prozent senken. Bayer CropScience will bei den weltweiten absoluten Emissionen eine Einsparung um 15 Prozent und Bayer HealthCare um 5 Prozent realisieren. "Diese Vorgaben sind anspruchsvoll, weil wir über die weitere Steigerung der Energieeffizienz Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum miteinander in Einklang bringen", erläuterte Wenning.
"Das Bayer Climate Program schöpft somit konzernweit in umfassender Weise die Potenziale aus, die wir zum Schutz des Klimas identifiziert haben, und setzt im Rahmen eines integrierten Ansatzes verschiedene Einzelmaßnahmen um", sagte Dr. Wolfgang Plischke, im Vorstand der Bayer AG verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt. "Wir werden dieses Programm in den kommenden Jahren konsequent abarbeiten."
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