Bionik - Fundgrube Natur
Ob Lotusblätter für Autolackierung, Haihaut für Badeanzüge oder Mottenaugen für Solarzellen - die Natur ist Vorbild für viele innovative Technologien der letzten Jahre. Bionik nennt sich diese Forschungsrichtung, und sie zeigt, dass der Erhalt der Artenvielfalt nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist.
- Die Natur ist ein genialer Ingenieur und Konstrukteur. Ein nur wenige Gramm
schwerer Kolibri kann 800 Kilometer ohne Zwischenstopp fliegen, ein Pinguin
kommt auf einen derzeit unerreichbaren Strömungswiderstand von 0.015 cw. Im
Vergleich dazu bleiben auch modernste Maschinen von Menschenhand rückständig.
Ein Blick in die Konstruktionspläne der Natur mag da lohnen. Der Lotus-Effekt ist sicher das bekannteste Beispiel: Der Botaniker Wilhelm
Barthlott entdeckte als erster die Potenziale der selbstreinigenden Blätter für
Autolacke oder Fensterglas. Aber auch die Idee für den Dreikomponentenkleber lieferte die Natur - die Fäden der Miesmuscheln standen hier Pate. Allerdings muss in diesem Zusammenhang gesagt werden, dass das Original immer noch 10 x besser haftet, als jeder
künstliche Harz.
Weiterführende Links zum Thema:
10.11.2008 Bionik am Bau – Gebäude kommen in Bewegung
29.04.2008 Bioniker revolutionieren Schiffbeschichtung
Schriftgröße