Illegaler Handel bedroht Orang-Utan Population in Sumatra
Trotz großer Investitionen für den Schutz von Wildtieren, ist die Zahl von Orang-Utans auf der Insel Sumatra in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken. Nach Angaben der Tierschutzorganisation TRAFFIC sind daran Wildfänge schuld, die seit den 1970er Jahren ständig steigen. Die Umweltorganisation wirft der indonesischen Regierung lasches Vorgehen sowie Probleme bei der Verhängung von Strafen bei Zuwiderhandeln vor. Nicht nur die großen Menschenaffen sind davon betroffen, sondern auch Gibbons.
Foto: Eric Gevaert/Fotolia.com
Auch Experten des WWF International klagen über die mangelhafte Durchsetzung der Tierschutzbestimmungen in Indonesien. "Wenn sich die derzeitige Situation fortsetzt, wird der Orang-Utan in Sumatra aussterben", meint Wendy Eliott, Spezies-Manager vom WWF-International. Nach vorsichtigen Schätzungen der Experten leben auf Sumatra nur noch etwa 7.300 Orang Utans in freier Wildbahn. Bis zu 90 Kilogramm schwer und 1,5 Meter groß werden die Tiere, deren Namen übersetzt "Waldmensch" bedeutet. Der Regenwald auf Sumatra ist durch Rodungen, Holzeinschlag und Waldbrände stark bedroht.
Erst vor kurzem hatten Wissenschaftler davon berichtet, auf der Insel Borneo eine bisher unbekannte Population der Menschenaffen entdeckt zu haben, die bis zu 5.000 Tiere umfassen soll. Die Entdeckung ist eine Sensation, denn die großen rothaarigen Affen gelten auf Borneo als stark gefährdet. Die Gesamtpopulation der Orang-Utans wird auf etwa 50.000 bis 60.000 Tiere geschätzt. Die Vorkommen sind auf die Inselwelt Indonesiens und auf das benachbarte Malaysia beschränkt. Die Zerstörung des Lebensraumes durch Rodung ist einer der Gründe für die Bedrohung der Bestände.
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