UmweltDialog stellt neuen Nachhaltigkeitsbericht der BMW Group vor
„Im Jahr 2020 ist die BMW Group weltweit führender Anbieter von Premiumautomobilen und -mobilitätsdienstleistungen“. Das verspricht der nun veröffentlichte Sustainable Value Report 2010. Nachhaltiges Denken und Handeln gehört für den Konzern bei diesem Ziel zu den Grundvoraussetzungen. Die BMW Group arbeitet daher aktuell verstärkt an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in den einzelnen Tochtergesellschaften und Unternehmensressorts. Der vorliegende Report berichtet über entsprechende Zielvorgaben, zugehörige Maßnahmen und verzeichnete Erfolge.
Cover: BMW-Sustainable Value Report 2010
Um die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu unterstreichen, vergibt die BMW Group im November 2011 erstmals den „Supplier Innovation Award“ an ausgewählte Zulieferer. Ein wichtiges Kriterium wird hierbei auch die Nachhaltigkeitsperformance des Lieferanten sein.
Festlegung von Nachhaltigkeitszielen bereits in der Konzeptionsphase
Im folgenden Kapitel „Produktverantwortung“ steht die Minderung der Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der BMW-Fahrzeuge sowie die effiziente Nutzung von Ressourcen im Fokus. Beispielhaft wird hier der BMW i3 präsentiert: Es ist das erste rein elektrisch angetriebene Serienmodell der BMW Group ohne Lärm- und Abgasemissionen. Zudem wird der Fahrzeugrahmen aus Aluminium mit einer Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) kombiniert. CFK hat die gleichen Eigenschaften wie Stahl, ist aber nur halb so schwer und verringert daher das Fahrzeuggewicht deutlich. Das wiederum bewirkt bei Elektroautos eine höhere Reichweite.
BMW i3 Concept & i8 Concept. Bild: BMW
„Efficient Dynamics“ – Fahrplan zu emissionsfreier Mobilität
BMW arbeitet angesichts endlicher Ressourcen und den Folgen des Klimawandels verstärkt an der Senkung der CO2-Emissionen, der Steigerung der Energieeffizienz sowie dem Umstieg auf regenerative Energiequellen. Zwischen 1995 und 2010 konnte der Konzern den CO2-Ausstoß seiner in Europa verkauften Fahrzeuge bereits um 30 Prozent senken. Maßgeblichen Einfluss auf diese Reduktion haben die unter „Efficient Dynamics“ gebündelten Effizienztechnologien, die in die gesamte Modellpalette integriert wurde. So fährt die europäische BMW-Fahrzeugflotte heute mit einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 5,4 Liter Diesel pro 100 Kilometer (km) beziehungsweise 6,6 Liter Benzin pro 100 km. Dabei betragen die mittleren CO2-Emissionen 148 Gramm pro km. Bis 2015 will BMW einen durchschnittlichen CO2-Wert der in Europa verkauften Fahrzeuge von 140 Gramm pro Km unterschreiten. Efficient Dynamics bezeichnet die Produktionsstrategie von BMW hin zu einer vollkommen emissionsfreien Mobilität. 2009 wurde beschlossen, sie in alle drei Märkte und Automobilmarken des Konzerns auszuweiten. Der vorliegende Sustainable Value Report beschreibt ausführlich den drei-Stufen-Plan der Efficient Dynamics Strategie, von der Integration von Effizienztechnologien bis hin zur Ergänzung des Portfolios durch elektrische Antriebe oder den Einsatz von Wasserstoff.
Im Sinne des Umweltschutzes: Standorte lernen voneinander
Konkrete Ziele hat sich der Konzern auch beim Umweltschutz gesetzt und beschreibt diese sowie entsprechende Maßnahmen im dritten Kapitel. Bis 2012 sollen Ressourcenverbrauch und Emissionen im Vergleich zu 2006 um 30 Prozent gesenkt werden. Jedes BMW-Werk hat sich zur Umsetzung dieses Ziels verpflichtet. Anhand der Umwelteffizienzzahl* überprüft der Konzern regelmäßig, ob die Zwischenziele von fünf Prozent pro Jahr erreicht wurden und fragt dazu auch die entsprechenden Kennzahlen aller Standorte ab. So erhält die BMW Group zudem einen Überblick über die Umweltleistungen der einzelnen Standorte und kann besonders effiziente Maßnahmen oder Technologien, die dort eingesetzt wurden, identifizieren. Ein Expertenteam berät über diese Best-Practice-Ansätze und entwickelt sie so weiter, dass sie auch an anderen Standorten zum Einsatz kommen können. Ein ganzes Bündel dieser Ansätze wird auch in dem neuen Werk Tiexi in China zum Einsatz kommen, das 2012 die Produktion starten und zu den drei nachhaltigsten Werken der BMW Group gehören wird.
Mitarbeiter „alles in allem zufrieden“
Neben dem individuellen Kompetenz- und Talentmanagement oder anderen Elementen wie flexiblen Arbeitszeiten und der Gesundheitsförderung zählt auch die individuelle Vergütung zum Engagement des Konzerns für seine Mitarbeiter. Dazu ist die Vergütung jedes Angestellten mit einer jährlichen Leistungsbeurteilung verbunden, bei deren Berechnung auch soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsziele eine Rolle spielen.
Die positive Wirkung dieser Maßnahmen werden durch eine ganze Liste an Auszeichnungen, aber auch durch die Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen bestätigt. In diesem Jahr beteiligten sich etwa 85 Prozent der Belegschaft an einer solchen Umfrage. 82 Prozent von ihnen zeigten sich „alles in allem zufrieden“ mit dem Unternehmen.
Für die Gesellschaft
Vor dem letzten Berichtsteil Ziele, Kennzahlen und Fakten widmet die BMW Group ihrem gesellschaftlichen Engagement das letzte Kapitel. Dazu gehören die Themenfelder Community Relations, Verkehrssicherheit, Bildung, interkulturelle Verständigung, lokales Engagement sowie Gesundheitsförderung und Kultur. Der Konzern verknüpft sein Wirken in dieser Sache mit den unabhängigen BMW-Stiftungen. Zu den Fortschritten in 2010 zählt der Konzern die erfolgreiche Neuausschreibung des BMW Group Award für Interkulturelles Engagement. Über den Sinn und Zweck des Awards und seine Gewinner berichtete UmweltDialog ausführlich. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Projekte und Maßnahmen im gesellschaftlichen Engagement des Konzerns, dessen internationale Aktivitäten in diesem Jahr stärker gebündelt werden sollen.
Der aktuelle Bericht ist in deutscher und englischer Version abrufbar. Er wurde in Übereinstimmung mit dem Leitfaden der Global Reporting Initiative erstellt und erfüllt mit dem Level A+ (GRI geprüft) den höchsten Anwendungsgrad des GRI-Leitfadens. Der vorliegende Report dient auch als Fortschrittsbericht für den UN Global Compact.
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*Für die Umwelteffizienzzahl wurden im Jahr 2006 die Werte für Energie, CO2, Wasser, Lösungsmittel und Abwasser je produziertes Fahrzeug normiert auf eins gesetzt, addiert und durch die Anzahl der Ressourcen geteilt. Damit lag der Startwert der Umwelteffizienzzahl bei der Einführung 2006 bei 1,00. Im Jahr 2010 erreichte die Umwelteffizienzzahl einen Wert von 0,74 und liegt damit auf der Linie der vereinbarten Ziele.
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Weiterführende Links zum Thema:
Den neuen Sustainable Value Report 2010 finden Sie über diesen Link
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