HVB Nachhaltigkeitsbericht 2010: Kunden und Mitarbeiter sind die Schwerpunktthemen
„Im Zentrum unseres Handelns stehen ganz klar und zuvorderst unsere Kunden“, sagt Dr. Theodor Weimer, Vorstandssprecher der HypoVereinsbank (HVB) im neu erschienenen Nachhaltigkeitsbericht 2010. Als Voraussetzung für eine kundenorientierte Bank betont er aber auch die Bedeutung motivierter Mitarbeiter. Neben diesen beiden Schwerpunkten behandelt der Bericht das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens sowie seine Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Sinne des Umweltschutzes. UmweltDialog stellt die Publikation vor.
Angebote nach Kundenwunsch
Zur Förderung des Austauschs mit ihren Kunden, hat die HVB Ende 2010 eine Online-Community eingerichtet. Hier werden geplante Produktneuheiten oder Marketingaktionen vorgestellt, zu denen die Kunden dann ihre Meinung abgeben können. Die so gesammelten Informationen über die Meinung ihrer Kunden will die HVB dann bei Entscheidungsprozessen verwenden und berücksichtigen. Im Januar konnten 520 registrierte Nutzer verzeichnet werden.
Durch den engen Kundendialog ist sich die HVB bewusst, dass bei der Auswahl von Investitionen neben der Rendite auch verstärkt soziale und ökologische Auswirkungen eine Rolle spielen. Dazu bietet sie ihren Kunden Finanzprodukte wie zum Beispiel den Solarpark Lieberose in Brandenburg, den das Unternehmen seit 2010 als nachhaltiges Investitionsobjekt führt. Er gilt als der drittgrößte Solarpark weltweit, versorgt pro Jahr etwa 15.000 Haushalte mit Strom und spart so 35.000 Tonnen CO2 ein. Darüber hinaus bietet die HVB Unterstützung durch Sonderkredite und Beratung bei ökologischen Investitionen durch Immobilienbesitzer. Ihnen hilft sie, Energiesparpotentiale zu erkennen und durch Sanierung sowie die Nutzung moderner Technologien den Energieverbrauch deutlich zu senken.
Kurze Kommunikationswege für die Mitarbeiter
Auch bei den Mitarbeitern setzt die HVB Stakeholderbefragungen ein, um mehr über deren Zufriedenheit zu erfahren. 2010 stellte sich dabei heraus, dass sich viele der Beschäftigten einen engeren Austausch mit dem Top-Management wünschen. So richtete das Unternehmen regionale Patenschaften ein, in denen jede der bundesweit neun Regionen von einem Vorstandsmitglied betreut wird. Mindestens einmal im Quartal müssen die Vorstände ihre Region besuchen – 2010 nahmen sie in diesem Rahmen an Teamtreffen, Diskussionsrunden oder Betriebsversammlungen teil.
Weiterbildung und Gleichberechtigung
Foto: HVB
Gezielte Förderung betreibt die HVB auch bei der Stärkung und Weiterentwicklung der Frauen im Unternehmen und nennt klare Ziele. Zwar ist Hälfte der Beschäftigten weiblich, jedoch waren im Berichtsjahr nur 12,3 Prozent Frauen in den Top 400-Positionen vertreten. Die HVB will ihren Anteil bis 2020 auf zwanzig Prozent steigern. Erreicht werden soll das zum Beispiel durch Mentoring-Programme und Karriere-Netzwerke wie dem UniCredit Women`s International Network. Das Unternehmen gehört zu den Erstunterzeichnern des „Münchner Memorandums für Frauen in Führung“ und hat sich damit 2010 zu einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis auf allen Hierarchie-Ebenen verpflichtet. Für die Stärkung weiblicher Interessen setzt sich auch der 2009 gegründete Frauenbeirat der HVB ein.
Engagement für Gesellschaft und Umweltschutz
Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt das Finanzinstitut im Rahmen seiner Corporate Citizenship Strategie. Unter dem Leitmotto „Gesellschaft von morgen fördern – Zukunft gestalten“ hat sie diese 2010 weiterentwickelt. So sollen die sozial-gesellschaftlichen Aktivitäten der HVB in direktem Bezug zum Kerngeschäft stehen und die einzelnen Geschäftsbereiche sowie die Mitarbeiter eingebunden werden. Ihr Engagement konzentriert die HVB dabei auf die Förderung der vier Bereiche Soziales, Finanzielle Allgemeinbildung, Umwelt und Kultur.
Zum Schutze des Klimas setzt sich die HVB vor allem für die Senkung der CO2-Emissionen ein. Seit 2006 steuert sie die betrieblichen Umweltleistungen und -ziele nach einem ISO 14001 zertifiziertem Umweltmanagementsystem. Eine gruppenweite Zielvorgabe des Mutterkonzerns, der UniCredit Group, hat die HVB bereits im Berichtsjahr erreicht: Bis 2020 sollten die eigenen CO2-Emissionen um dreißig Prozent gesenkt werden. Als nächsten Schritt will die HVB den CO2-neutralen Bankbetrieb umsetzen. Bereits seit dem vergangenen Jahr bezieht sie den gesamten Strom für alle Immobilien aus Erneuerbaren Energien und spart damit 90.000 Tonnen CO2 ein. Durch die Nutzung von Wärme für Heizung und Warmwasser entstandenes CO2 hat die HVB berechnen lassen und über Emissionszertifikate ebenfalls klimaneutral gestellt.
Der aktuelle, vorliegende Report der HVB ist ein Nachhaltigkeits-Kurzbericht für den deutschen Markt, den die Bank jährlich herausgibt. Die HypoVereinsbank gehört seit 2005 zur Unternehmensgruppe der UniCredit. Für die gesamte UniCredit gilt der Sustainability Report, der das konzernweite Nachhaltigkeitsengagement beleuchtet.
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