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Verantwortung im Dialog: E.ON stellt CR-Bericht 2007 vor

Unter dem Titel „Teil des Problems oder Teil der Lösung? – den Herausforderungen des Energiesektors begegnen“ hat der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON seinen neuen CR-Bericht veröffentlicht. Die Publikation gibt einen umfassenden Überblick darüber, wie das Unternehmen den ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen der Energiebranche begegnen will. In seiner Rede anlässlich der Veröffentlichung betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Wulf H. Bernotat zudem, dass E.ON künftig den offenen und transparenten Dialog mit allen Anspruchsgruppen des Konzerns weiter aktiv vorantreiben will.
Foto: E.ON
09.05.2008 Berlin (UD) - Es waren deutliche Worte, mit denen sich E.ON-Chef Dr. Wulf H. Bernotat im Rahmen der Veröffentlichung des neuen CR-Berichts an die Presse wandte: „Unsere gesamte Branche steht im Mittelpunkt einer gesellschaftlichen Diskussion, die bedauerlicher Weise häufig sehr emotional und zugespitzt geführt wird. Das zweifellos eher negative öffentliche Bild der Energiewirtschaft sowie das mangelnde gesellschaftliche Vertrauen können die Energieunternehmen nur durch Überzeugungsarbeit und konkretes Handeln im Interesse der Gesellschaft überwinden“, so Bernotat weiter. „Dabei ist unser CR-Bericht ein wichtiges Instrument, denn er schafft Transparenz. Und Transparenz ist sicher etwas, was unsere Branche in der Vergangenheit – vorsichtig gesagt – ein wenig vernachlässigt hat“, fügte der Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Energieriesen hinzu.
 
Den Vertrauensverlust führt Bernotat zum Großteil auf die verbesserungswürdige Kommunikation der Branche mit den verschiedenen Anspruchsgruppen zurück. Vielen Verbrauchern sei gar nicht bewusst, wie die liberalisierten und global vernetzten Märkte in der Energiewirtschaft eigentlich funktionierten. Hinzu komme, dass das Thema Versorgungssicherheit heutzutage nicht mehr ausreiche, um den Anforderungen an die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung zu entsprechen. Vielmehr seien Themen wie der Klimawandel oder die Preisentwicklung ganz oben auf die Agenda gerückt. „Ich werde mich deshalb mit Nachdruck dafür engagieren, dass wir in Zukunft nicht mehr als Teil des Problems, sondern als Teil der Lösung wahrgenommen werden“, versprach Bernotat.
 
Der neue CR-Bericht ist der erste Beleg für diese Neuausrichtung: Nach einer kurzen Darstellung der Höhen und Tiefen des Konzerns im Jahre 2007 sowie einem angenehm gestrafften Konzernportrait erhält der Leser einen umfassenden Einblick in das CR-Management des Unternehmens. So wurde etwa die CR-Organisation 2007 deutlich ausgebaut, um das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in die Geschäftsprozesse zu integrieren. Ein wichtiger Aspekt dabei war die Festschreibung der gesellschaftlichen Verantwortung als einer der fünf Grundwerte der Unternehmenskultur. Auch der Bereich „Corporate Governance“ wurde dieser Philosophie entsprechend vorangetrieben. So wurde im vergangenen Jahr erstmals die Stelle eines Chief Responsible Officers geschaffen und der Dialog mit den Investoren forciert. Mit Erfolg: 2007 schaffte es E.ON erstmals, in den Dow Jones Sustainability Index aufgenommen zu werden.
Foto: E.ON
Im Fokus des Berichts stehen aber vor allem Kernbereiche des Unternehmens, sprich Erzeugung, Transport sowie Nutzung von Energie. Dabei wird offensichtlich, dass die Branche derzeit auf vielen Gebieten mit Interessenskonflikten zu kämpfen hat. Im Kapitel „Herkunft unserer Energie“ beispielsweise werden die zeitgenössischen Anforderungen an die Energiebranche aufgeführt: Versorgungssicherheit, wettbewerbsfähige Preise, die Vermeidung von CO2-Emissionen sowie ein möglichst umweltverträglicher Energiemix. Allerdings, so die Autoren des Berichts, lasse sich keine dieser Erwartungen zu 100 Prozent erfüllen. „Jede Erzeugungstechnologie hat ihre Vor- und Nachteile“, erläuterte Bernotat auf der Pressekonferenz dazu. Zwar gehörten den Erneuerbaren Energien zweifellos die Zukunft, konstatierte er, allerdings seien diese nicht immer verlässlich verfügbar. Allein aus diesem Grund müsse E.ON an der Kernenergie festhalten, so Bernotat. Zugleich kündigte der Vorstandsvorsitzende aber auch an, bis 2010 rund 6 Milliarden Euro in alternative Energien zu investieren und ihren Anteil im Gesamtenergiemix des Konzerns bis 2030 auf fast ein Viertel zu verdoppeln.
 
Doch die Erneuerbaren Energien sind nur ein Bereich, auf den sich E.ON künftig verstärkt konzentrieren will. Ein zweiter ist der Sektor Innovation: „Weil die Zukunft einer ressourcen- und klimaschonenden Energieerzeugung in entscheidendem Maße von der Entwicklung neuer Technologien abhängt, wird E.ON neben der eigenen Technologieoffensive innovate.on zusätzlich 100 Millionen Euro in die internationale Grundlagenforschung investieren“, so Bernotat. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen Projekte wie die Erprobung von Gezeitenkraftwerken oder Bio-Erdgasanlagen sowie die Entwicklung neuer Speichertechnologien, heißt es in dem Bericht.
 
„Neben all den genannten Maßnahmen muss wirksamer Klimaschutz jedoch immer auch den Verbraucher einbeziehen“, erklärte Bernotat. „Hier wollen wir unseren Kunden konkrete Hilfestellungen geben und Lösungen vorantreiben, die mehr Transparenz ermöglichen.“ Im Kapitel „Wege unserer Energie“ erhält der Leser deswegen einen ausführlichen Einblick in Themen wie die steigende Belastung der Stromnetze und die Rahmenbedingungen für den Netzausbau. Vor allem am zunehmenden Widerstand der Anlieger gegen den Ausbau der Netzinfrastruktur sowie den extrem langen Genehmigungsverfahren werden die Interessenskonflikte von Versorgern und Verbrauchern deutlich. Aus diesem Grund will E.ON den Stakeholder-Dialog auch in Zukunft weiter fördern und zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Positionen beitragen.
 
Im Kapitel „Nutzung unserer Energie“ schließlich stehen das Thema Energieeffizienz und die Einsparpotenziale auf Seiten der Verbraucher im Vordergrund. „Beispiele hierfür sind unsere vielfältigen Beratungs- und Informationsangebote, aber auch die Unterstützung neuer Technologien“, so Bernotat. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang etwa auf die Entwicklung eines neuen, intelligenten Stromzählers, „Smart Metering“ genannt, mit dem Kunden über ihr Verbrauchsverhalten aufgeklärt werden. Aber auch die Möglichkeit zur Abschluss passgenauer Tarifmodelle sowie Unterstützungsangebote für sozial schwache Haushalte werden hier ausführlich beleuchtet.
 
Den gesamten CR-Bericht sowie weiterführende Informationen zu den dargestellten Inhalten bietet E.ON im Internet kostenlos zum Download an unter www.eon.com/Verantwortung.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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