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Perspektiven der Verantwortung: Linde legt Corporate Responsibility Report 2007 vor

Mit dem Titel „Perspektiven unserer Verantwortung“ hat die Linde Group jetzt ihren Corporate Responsibility Report 2007 veröffentlicht. Er ist geprägt von der Integration der britischen Firma BOC in den deutschen Mutter-Konzern und umfasst alle konsolidierten Gesellschaften. Von besonderer Bedeutung ist dabei der neu formulierte Verhaltenskodex „Code of Ethics“. Zudem kündigt das Unternehmen an, nachhaltige Investmentaspekte intensiver zu berücksichtigen.
12.12.2007 München (UD) - Wie bei allen Übernahmen stellten auch bei der Akquise des britischen Gasekonzerns BOC durch die Linde Group die Festlegung der Verantwortungsbereiche sowie die Formulierung einer gemeinsamen Geschäfts- und Corporate Responsibility-Strategie große Herausforderungen für das Management dar. „Dabei war es ein großer Vorteil, dass sowohl Linde als auch BOC bereits in der Vergangenheit ähnlichen, historisch-organisch gewachsenen Werten folgten“, erklärt Professor Dr. Wolfgang Reitzle, Vorstandsvorsitzender der Linde AG, im Vorwort des nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) verfassten Berichts. „Diese Werte haben wir schon bald nach „Day one“, dem Tag eins unseres neu aufgestellten Unternehmens, auf der Grundlage einer weltweiten Mitarbeiterbefragung zusammengeführt. Festgeschrieben als ‚The Linde Spirit’, trägt dieses gemeinsame Selbstverständnis den Kern beider Unternehmensphilosophien in die gemeinsame Zukunft hinein: Unternehmerische Verantwortung muss gelebt werden“, so Reitzle.
 
Neuer Verhaltenskodex
 
Im Zusammenspiel mit den Unternehmenswerten dient der Linde Code of Ethics allen Mitarbeitern als verbindliche Handlungsgrundlage im Arbeitsalltag. So sind beispielsweise sehr häufig gestellte Fragen zum ethisch richtigen Verhalten mit entsprechenden Lösungsanweisungen aufgeführt. Sollten dennoch Unklarheiten bestehen, steht den Mitarbeitern die ebenfalls neu installierte „Integrity Line“ zur Verfügung, bei der sie ihre Anliegen per Email, Fax oder Telefon vorbringen können. Die Integrity Line kann auch von Externen genutzt werden.
Foto: Linde Group
Linde hat das Corporate Responsibility Management neu ausgerichtet. Die vier bestehenden Kernhandlungsfelder – Mitarbeiter, Umwelt, Gesellschaft und Kapitalmarkt – wurden um den Bereich Ethik&Compliance erweitert und das Fachgebiet ‚Umwelt’ in ‚SHEQ’ umbenannt. „SHEQ steht für ‚Safety’, ‚Health’, ‚Environment’ und ‚Quality’”, erläutert Reitzle. „Gemäß der Maxime ‚das Beste aus zwei Welten’ hat die Linde Group – wie zuvor BOC – eine konzernübergreifende SHEQ-Abteilung eingerichtet. Diese ist unter anderem verantwortlich für die Integration von Sicherheit und Gesundheit in alle Prozesse, ihr obliegen die Sicherheitsschulungen unserer Mitarbeiter und Kunden, sie sorgt für die Minimierung von Gefährdungen an den Arbeitsplätzen und für den betrieblichen Umweltschutz“, fügt der Linde-Chef hinzu.
 
Neben dieser umfangreichen Neuausrichtung der Nachhaltigkeitsstrategie hat die Übernahme von BOC die Aktivitäten der Linde Group in einem weiteren Bereich wesentlich geprägt: in der Finanzkommunikation. Aus diesem Grund kommt dem Thema Investor Relations im aktuellen CR Bericht besondere Bedeutung zu. „Speziell vor dem Hintergrund der Übernahme von BOC standen wir im Jahr 2006 in einem sehr intensiven Austausch mit unseren Aktionären und potenziellen Investoren. Wir haben unsere Strategie an allen wichtigen Finanzplätzen in zahlreichen Einzelgesprächen, Konferenzen und Roadshows erläutert und sehr positive Resonanz erhalten“, heißt es dazu in dem Bericht.
 
SRI-Aspekte im Fokus
 
Um das Vertrauen des Kapitalmarkts in die neu aufgestellte Linde Group weiter zu stärken, will das Unternehmen die zeitnahe und faire Information der Aktionäre, Analysten und Finanzmedien in Zukunft forcieren. In diesem Zusammenhang gewinnen auch nachhaltige Investmentfragen zunehmend an Bedeutung: „Analysten und Investoren interessieren sich in immer stärkerem Maße dafür, wie Linde mit Themen wie zum Beispiel Klima- und Umweltschutz umgeht“, erklärt Georg Denoke, Chief Financial Officer und Mitglied des Vorstandes, im aktuellen CR-Bericht. „Deshalb werden wir im Rahmen unserer Corporate Responsibility-Maßnahmen die Ermittlung und Messbarkeit von nichtfinanziellen Kennzahlen weiter ausbauen“, so Denoke weiter.
 
Mittelfristig strebt Linde auch an, im Bereich des Socially Responsible Investments (SRI) stärker vertreten zu sein und in den europäischen Dow Jones Sustainable Index (DJSI) aufgenommen zu werden. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen seine Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit von der Züricher Sustainable Asset Management (SAM) Group analysieren lassen. Das Ergebnis: „Linde wird grundsätzlich ein hohes Potenzial bescheinigt, ein vorbildliches Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit zu werden. Dazu sollte sich die Messbarkeit unserer Umweltleistungen weiter verbessern und unsere Position zum Thema Klimawandel weiter gefestigt werden“, heißt es in dem Bericht.
 
Dieses Resultat deckt sich in weiten Teilen mit dem Ergebnis einer Stakeholderbefragung, die das Unternehmen im Juli 2006 durchgeführt hat. Demnach halten 22,5 Prozent der 1.500 europaweit Befragten den Konzern bereits jetzt für eine nachhaltige Geldanlage und weitere 49,2 Prozent für einen aussichtsreichen Titel. Um dieses Potenzial zu nutzen, hat Linde angekündigt, seine umweltfreundlichen Technologien und Produkte dem Kapitalmarkt demnächst gezielt auf einer SRI-Roadshow vorzustellen.
 
Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitsmanagement der Linde Group, ihrer einzelnen Divisionen und Regional Business Units sind im Internet erhältlich.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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