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Woran sich Wohlstand wirklich messen lässt

Was macht das BIP? Nicht nur Wohl und Wehe der Republik, auch unser aller Glück und Unglück scheinen von diesem Kürzel abzuhängen: Das Bruttoinlandsprodukt ist bis heute die heilige Kuh der herrschenden Ökonomie, die Politik misst ihre Erfolge an seinen Wachstumsraten. Seit Jahren gilt es als der Indikator für Wirtschaftskraft und Wohlstand schlechthin – dabei ist es blind für vieles, was unser Leben bereichert: ehrenamtliche Leistungen, gesunde Umwelt, gerechte Chancenverteilung oder Zugang zu medizinischer Versorgung.
19.04.2011 München (UD/pm) -  Hans Diefenbacher und Roland Zieschank ergänzen dieses einseitige Maß und erläutern, warum Wohlstand anders gemessen werden muss. Der von ihnen entwickelte Nationale Wohlfahrtsindex berücksichtigt insbesondere ökologische und soziale Aspekte.
 
Im Januar 2011 hat die vom Deutschen Bundestag beauftragte Enquête-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ ihre Arbeit aufgenommen. Regierung und Opposition suchen mit ihrer Hilfe einen Indikator, der Wachstum und Wohlstand neu definiert. Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP genannt, wird nicht nur in Deutschland als alles überstrahlende Orientierung für Politik und Wirtschaft heftig kritisiert. Weltweit wird nach Alternativen gesucht. Ob in Frankreich, Großbritannien oder den USA – eine Messgröße, die soziale und ökologische Schäden des Wachstums nicht berücksichtigt, kann gesellschaftlichen Wohlstand nicht angemessen abbilden.
 
Hans Diefenbacher und Roland Zieschank stellen in ihrem Buch aktuell diskutierte Alternativen zum BIP vor und zeigen am Beispiel des von ihnen vorgelegten „Nationalen Wohlfahrtsindex“ Ansätze zur Entwicklung eines nachhaltigen Inlandprodukts.
 
Hans Diefenbacher, Roland Zieschank:
Woran sich Wohlstand wirklich messen lässt
112 Seiten, oekom verlag München, 2011
ISBN-13: 978-3-86581-215-5
Preis: 12.95 €


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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