Bundesumweltminister besucht Li-Tec in Kamenz
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Firma Li-Tec im sächsischen Kamenz besucht. Das Gemeinschaftsunternehmen von Evonik Industries (50,1%) und Daimler (49,9%) gilt als einer der weltweiten Technologieführer bei der Entwicklung von neuartigen Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen.
Besuch von Sigmar Gabriel bei Li-Tec, Foto: Thomas Truschel/photothek.net
„Die Chemische Industrie ist heute eine der Industrien, die beim CO2-Einsparpotenzial der Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Evonik hat dafür intelligente Systemlösungen entwickelt. Der Megatrend Energieeffizienz wird unsere Gesellschaft weltweit und mit ihr unsere Wirtschaft revolutionieren. Und die Forscher und Entwickler von Evonik gehören zu den Wegbereitern dieser Revolution“, sagte Patrik Wohlhauser, Vorsitzender der Geschäftsführung von Evonik Degussa GmbH. Die Lithium-Ionen-Technologie biete für Evonik eine enorme Chance: Denn Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Speicherfähigkeit der Batterie werden maßgeblich durch die Chemie bestimmt. „Ein Zukunftsfeld für die Spezialchemie, wie es besser nicht sein könnte“, so Wohlhauser.
„Die Elektrifizierung des Autos ist der Schlüssel für nachhaltige Mobilität. Und Lithium-Ionen Batterien spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle“, so Dr. Christian Mohrdieck, Leiter Brennstoffzellen- und Batterieantriebsentwicklung bei der Daimler AG. „Dank unserer Zusammenarbeit werden Batterien aus Deutschland schon bald sowohl in Batterie- als auch in Brennstoffzellenfahrzeugen für Bewegung sorgen. Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung Technologien für nachhaltige Mobilität durch entsprechende Förderungen unterstützt.“
Ende vergangenen Jahres hatten Evonik und die Daimler AG ihre Kooperation auf dem Gebiet der Lithium-Ionen Technologie bekannt gegeben. Gemeinsam wollen beide Großkonzerne damit die Forschung, Entwicklung und Produktion von Batteriezellen und Batteriesystemen am Standort Deutschland vorantreiben. Neben der Beteiligung der Daimler AG an Li-Tec sind die Unternehmen im Begriff, die Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG mit Sitz in Nabern bei Stuttgart zu gründen. Das Joint Venture – an dem Daimler 90 Prozent und Evonik 10 Prozent halten werden – wird den klaren Fokus auf der Entwicklung und Produktion von Batterien und Batteriesystemen für automobile Anwendungen haben. Die von der Gesellschaft produzierten Lithium-Ionen Batterien werden sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeug-Bereich verbaut. Die verfügbaren Kapazitäten von Li-Tec und dem Joint-Venture sind zunächst auf den Bedarf der Daimler AG konzentriert. Darüber hinaus ist aber auch der Verkauf von Zellen und Batteriesystemen an Dritte vorgesehen.
Die Bundesregierung strebt an, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sind. Mit Strom aus erneuerbaren Energien werden diese Fahrzeuge dann praktisch zu Nullemissionsfahrzeugen. Aufgrund ihrer guten Energieeffizienz benötigen eine Millionen Fahrzeuge gerade einmal 0,3 Prozent des in Deutschland angebotenen Stroms. „Vor diesem Hintergrund können elektrische Fahrzeugantriebe einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – und deutschen Unternehmen zugleich große Chancen auf den Exportmärkten eröffnen“, so Gabriel.
Weitere Artikel zum Thema:
Im Blickpunkt: Evonik Industries
Lithium-Ionen Batterien als Schlüssel für nachhaltige Mobilität
Kontakt
Impressum
RSS
English Version



Drucken 
Senden
Leserbrief






