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Wikipedia-Gründer erwartet Chinesischen Frühling

Es ist nicht die Frage ob, sondern wann sich die chinesische Bevölkerung gegen ihre Regierung erhebt, sagt Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia. Er erwartet in Anlehnung an die Revolutionen in den arabischen Staaten einen „Chinesischen Frühling“. Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung der BBC sorgte Wales mit dieser Prognose für Aufregung, berichtet der britische Guardian.
Foto: Pixel y Dixel/flickr.com
22.11.2011 Gateshead (UD/pte) - Gleichzeitig warf er dem britischen Regierungschef David Cameron ähnlich repressive Methoden, wie sie in China Gang und Gäbe sind, vor. Camerons Forderung, Twitter während der Unruhen in London abzuschalten, hätte auch von einem chinesischen General kommen können, so Wales.

Noch ist jedoch völlig unklar, ob es in der Volksrepublik in einem Jahr oder in zehn Jahren einen Aufstand gegen die gängige Unterdrückung gibt, unterstreicht Wales. Er ist sich aber sicher, dass es passiert. Zudem hofft der Systemkritiker, dass die dortige Regierung einsieht, dass das System langfristig nicht aufrecht zu erhalten ist. Es sei dringend notwendig, nun sämtliche Informationskanäle für die Bevölkerung zu öffnen. Nur so könne ein demokratisches System umgesetzt werden.

„Es gibt eine ganze Generation von Bloggern, Wikipedia- und Twitter-Nutzern sowie Menschen in sozialen Netzwerken in China. Diese werden stärker", glaubt Wales. Im Ernstfall würden sie die Führung einer Protestbewegung übernehmen. „Es gibt keinen Weg sie aufzuhalten. Jetzt ist der richtige Moment für sie, ihre Menschenrechte einzufordern."


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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