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BDI lehnt einseitige Erhöhung des EU-Klimaziels auf minus 30 Prozent ab

„Die deutsche Industrie engagiert sich – wie es wohl weltweit in keinem anderen Land der Fall ist – für den Klimaschutz. Eine einseitige Verschärfung des EU-Klimaziels lehnt der BDI jedoch klipp und klar ab.“ Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf zur vorgeschlagenen Erhöhung des Einsparziels für Treibhausgase.
BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf. Foto: Christian Kruppa, BDI
31.05.2010 Berlin (UD/pm) - „Die EU-Kommission will den Eindruck erwecken, dass der Klimaschutz infolge der Wirtschaftskrise billiger geworden sei. Das Gegenteil ist der Fall. In Zeiten, in denen ganze Branchen schwerer zu kämpfen haben denn je zuvor, gefährdet jede zusätzliche Belastung den Aufschwung. Angesichts geschrumpfter Investitionsspielräume bremst eine Verschärfung des Klimaziels die Investitionsbereitschaft und gefährdet Arbeitsplätze“, unterstrich Schnappauf.

„Die deutsche Industrie drängt auf verlässliche, international gültige Rahmenbedingungen im Klimaschutz, die ihr Planungs- und Investitionssicherheit geben“, betonte Schnappauf. „ Es gilt die Vereinbarung, dass die EU sich verpflichtet, 20 Prozent Treibhausgase bis 2020 einzusparen. Eine Erhöhung auf 30 Prozent ist eindeutig an Bedingungen geknüpft. Nämlich, dass die anderen großen Industrieländer und wichtige Schwellenländer sich zu vergleichbaren Minderungszielen verpflichten. Das setzt ein internationales und rechtsverbindliches Klimaschutzabkommens voraus. Solange solch ein Abkommen nicht existiert, lehnen wir eine einseitige Erhöhung des Klimaziels von 20 auf 30 Prozent ab. Denn es gibt nur Nachteile für Klima und Wirtschaft, wenn Europa vorauseilt und niemand folgt.“
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