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RWE-Klimaschutzprojekt bekämpft Abholzung im südlichen Afrika

Klimaschutz durch hocheffiziente Biomasse-Herde: Gemeinsam mit Partnerorganisationen hat RWE in Sambia ein Projekt im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls auf den Weg gebracht. Dies ist die erste CDM-Projektbeteiligung eines europäischen Energieversorgers im südlichen Afrika.
Fotos (2): RWE
24.11.2009 Essen/Köln (UD/cp) - Durch von RWE finanzierte, innovative Kochsysteme wird die umweltschädliche Herstellung und Nutzung von Holzkohle durch nachwachsende Biomasse ersetzt. In der ersten Phase werden 1.500 lokale Haushalte diese hochwertigen "Save80 Kochsysteme" in der Hauptstadt Lusaka nutzen. Bis Ende 2010 sollen 30.000 bedürftige Haushalte und damit rund 300.000 Menschen mit diesen innovativen Kochsystemen arbeiten.

Die Idee bietet enorme Vorteile. Holzkohle birgt sowohl bei der traditionellen Herstellung als auch beim Verbrennen Gesundheitsrisiken, zudem werden natürliche Wälder in Sambia in großem Umfang abgeholzt. Der hocheffiziente Kocher kommt mit deutlich weniger Brennstoff aus als die herkömmlichen Brennstellen und ersetzt die Holzkohle durch nachhaltig produzierte Biomasse (in Form von dünnen Holzstöcken). Dadurch lassen sich bis 2020 nicht nur rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen, sondern es wird auch ein Beitrag zum Gesundheitsschutz geleistet und die Energiekosten der Haushalte fallen geringer aus. Sie profitieren also direkt von der Umstellung.

"CDM hat sich als erfolgreicher Mechanismus für die Finanzierung von Klimaschutz und Know-how-Transfer etabliert. Dieses Instrument sollte daher gestärkt und erweitert werden", erklärte Ludwig Kons, Leiter Klimaschutz bei RWE Power. "Mit dem Pilotprojekt in Lusaka geht RWE neue Wege. Afrika soll nach dem Willen der Politiker in Zukunft eine größere Rolle bei CDM zukommen. Wir gehen hier voRWEg, denn wir sammeln anhand dieses Projekts wichtige Erfahrungen im südlichen Afrika."

Gerade mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember hob Kons die Notwendigkeit hervor, auf internationaler Ebene intensive Anstrengungen zu unternehmen, um globale Klimaschutz-Projekte zu stärken: "Damit solche Projekte auch langfristig betrieben werden können, müssen die Entscheidungsträger in Kopenhagen den Rahmen setzen. Die Stärkung von CDM im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung macht uns Mut", sagte Kons und forderte: "Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit europäische Unternehmen wie RWE weiter in internationale Klimaschutzprojekte investieren können."

Das Lusaka-Projekt wird von einer Vielzahl von Partnern getragen. Beteiligt sind die bei München ansässige Climate InterChange AG, ihre Tochter die Climate Management Ltd. in Lusaka, die Presbyterian Church of Africa in Sambia sowie 14 weitere Kirchen in der Hauptstadt. Außerdem wird das RWE-Kraftwerk Niederaußem mit dem dort ansässigen Innovationszentrum Kohle im Rahmen einer Patenschaft dieses CDM-Projekt unterstützen und bei Fragen zur Technologie, der Logistik oder der Forstwirtschaft den Verantwortlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Klimaschutz ist ein globales Thema, das übergreifende Zusammenarbeit erfordert. Ich freue mich sehr über diese Patenschaft, die die hohe Bereitschaft unserer Mitarbeiter zeigt, sich direkt für den Klimaschutz einzusetzen", erläuterte Kons.

Auch Klaus Trifellner, Direktor der Climate Management, begrüßte die Zusammenarbeit: "Zusammen mit RWE haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, das den Klimaschutz in idealer Weise mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen verbindet. Durch innovative Technik des "Save80 Kochsystems" wird verhindert, dass die Wälder weiterhin zur Holzkohleproduktion abgeholzt werden.

Der Bischof der Presbyterian Church of Africa, Frankson Kumwenda, zeigte sich erfreut über die Kooperation und die große Chance: "Wir sind glücklich über diese Partnerschaft mit RWE und Climate Management. Die hochwertigen Kocher werden mit Begeisterung genutzt. Sie entlasten die Menschen von den hohen Ausgaben für Holzkohle. Die Lebensumstände der Menschen in Lusaka werden dadurch dauerhaft verbessert."


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