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Podiumsdiskussion: Unternehmensverantwortung bei Ressourcenkonflikten

Rohstoffe werden rar. Die Konflikte um Zugang und Verteilung von seltenen Erzen nehmen daher zu. Ob im Kongo, im Sudan oder in Nigeria – einige Rohstoffe werden weltweit unter massiver Verletzung der Menschenrechte und durch Umweltzerstörungen gewonnen. Welche Verantwortung tragen hierbei Unternehmen? Darüber diskutieren am 1. März ab 18 Uhr in Berlin unter anderem die frühere Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Amnesty-Generalsekretärin Monika Lücke und Oliver Wieck vom BDI Ausschuss Außenwirtschaft. Gastgeber ist der UN Global Compact und die Mediengruppe macondo.
Elmer Lenzen, Herausgeber des Global Compact Jahrbuchs, bei der Buchvorstellung 2010. Foto: Marion Book
16.02.2011 Berlin/Münster (UD/pm) - Ob Coltan, Seltene Erden und natürlich auch Rohöl – vor allem die Industrienationen verlangen nach solchen Rohstoffen, ohne oftmals nach dem Ursprung und den Produktionsbedingungen zu fragen. Um dem entgegenzuwirken kommt Unternehmen eine besondere Sorgfaltspflicht zu. Die Vereinten Nationen haben das Thema verstärkt auf die Agenda gehoben und die UN-Kommission für Friedenskonsolidierung (PBC) mit einem entsprechenden Mandat ausgestattet. Das aktuelle neue Global Compact Jahrbuch greift dies daher als Schwerpunktthema auf.

Anlässlich der Buchvorstellung am 1. März im Berliner GIZ-Haus werden Experten aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Rahmen eines Podiumsgespräches die Chancen und Risiken erläutern, die sich für Unternehmen aus ihrem Engagement in Konfliktzonen ergeben. Dabei soll auch die Grenzziehung zwischen den Verantwortungsgebieten von Politik und Wirtschaft diskutiert werden, ohne jedoch die gemeinsamen Ziele aus den Augen zu verlieren: Nachhaltige Entwicklung als Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg, die Einhaltung der Menschenrechte und den Erhalt der Umwelt.

Auf dem Podium vertreten sein werden die frühere Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), MdB, Monika Lüke, Generalsekretärin Amnesty International Deutschland, Angelika Pohlenz, Deutsches Global Compact Netzwerk, Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf, Vorstand Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sowie Oliver Wieck, BDI Ausschuss Außenwirtschaft. Prof. Dr. Elmar Altvater, Freie Universität Berlin, wird mit einer kurzen Keynote in das Thema einführen. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Elmer Lenzen, Herausgeber der UN Global Compact Jahrbücher und Gründer der Mediengruppe macondo.

Die Podiumsdiskussion findet im GIZ-Haus am Reichpietschufer 20 in Berlin statt. Beginn ist 18:00 Uhr. Im Anschluss an das Fachgespräch gibt es einen Empfang. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter: info@macondo.de

Über den UN Global Compact:

Der Global Compact (GC) der Vereinten Nationen ruft Unternehmen weltweit dazu auf, zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung umzusetzen. Er versteht sich dabei als freiwillige Lern- und Dialogplattform. In Kooperation mit dem UN Global Compact ist die Mediengruppe macondo Herausgeber des deutschen sowie des internationalen Global Compact Jahrbuches. Macondo präsentiert darin anschauliche Beispiele von Unternehmen, die die zehn Prinzipien des Global Compact erfolgreich in ihre Praxis integriert haben. Daneben bietet das Jahrbuch einen umfangreichen Mantelteil, der aktuelle, lokale sowie globale Entwicklungen und Ereignisse behandelt. Beiträge und Interviews von führenden Experten der Nachhaltigkeitsbranche bereichern zudem Qualität und Informationsgehalt der Bücher.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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