10 Jahre Global Compact – Eine Bilanz der weltweit größten CSR-Initiative
Der United Nations Global Compact (GC), die weltweit größte Initiative für Corporate Social Responsibility (CSR), feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Auf Veranlassung des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan nahm der Global Compact im Jahr 2000 seine Arbeit auf. Ziel des stetig wachsenden globalen Unternehmernetzwerks ist es, international anerkannte Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung in Geschäftstätigkeiten zu integrieren.
Das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) wird seit 2001 von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) koordiniert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt (AA) und der International Chamber of Commerce Deutschland (ICC). „Deutschland unterstützt seit langem die Grundsätze des Global Compact, durch unternehmerische Verantwortung die Nachhaltigkeit der Weltwirtschaft zu fördern“, so Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im BMZ. „Wir setzen uns daher auch für die Stärkung einer weltweiten Akzeptanz der Prinzipien des Globalen Paktes ein.“ In 94 Ländern wurden in der vergangenen Dekade bereits lokale GC-Netzwerke gegründet.
Georg Kell, Executive Director des Global Compact Büros New York, betonte Anfang Dezember auf dem GC-Arbeitstreffen in Berlin die kontinuierliche Weiterentwicklung der globalen Initiative seit Ihrer Gründung. Als Unternehmernetzwerk stoße der GC mittlerweile zahlreiche Firmen dazu an, das Thema Nachhaltigkeit stärker in ihrem Kerngeschäft zu verankern. Dennoch bleibe noch viel zu tun: „Die Laufrichtung und die Geschwindigkeit des Global Compact sollten wir beibehalten, auf unserem Weg müssen wir durch hohe Qualität unserer Arbeit allerdings die Quantität der Teilnehmer noch weiter erhöhen.“
Eine der wichtigsten Funktionen des GC für die teilnehmenden Unternehmen ist seine Rolle als Multi-Stakeholder-Dialogforum und Peer-Learning-Netzwerk. Peter Eigen, Chairman der Extractive Industries Transparency Initiative resümierte: „Im Global Compact werden Erfahrungen geteilt und Probleme diskutiert. Besonders gewinnbringend wird dies durch den Dialog zwischen den verschiedenen Interessensgruppen. Wenn sich Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf Augenhöhe austauschen, wird aus einer freiwilligen Teilnahme schnell verbindliches Engagement“.
Seit 2008 bestimmt das DGCN jährlich Schwerpunktthemen und bietet Coachings für Unternehmen an. Für das Jahr 2010 waren diese Themen „Biodiversität“ und „Sustainability in the Supply Chain“, im kommenden Jahr werden „Innovation und Nachhaltigkeit“ und „Wirtschaft und Menschenrechte“ thematisiert.
Der zehnte Geburtstag des Global Compact war in diesem Jahr Anlass für verschiedene Veranstaltungen, neben dem regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen widmete sich auch das Forum Globale Fragen des Auswärtigen Amts dem Thema.
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