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Ban beruft Beratergremium für globale Nachhaltigkeit

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat jetzt in New York ein hochrangiges Expertengremium vorgestellt, das praktikable Lösungen für globale Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung finden soll. Die 21 von Ban berufenen Mitglieder des sogenannten High-Level Panel on Global Sustainability stammen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und sollen Entwicklungspfade identifizieren, die Erfolge im Kampf gegen die weltweite Armut und die Folgen des Klimawandels versprechen und gleichzeitig eine ökologisch und ökonomisch tragfähige Entwicklung gewährleisten. „Ich habe die Experten gebeten, groß zu denken“, erklärte Ban.
Ban Ki-moon stellt Expertengremium vor, Foto: UN Photo/Paulo Filgueiras
03.09.2010 New York (UD/RNE) - Die Zeit für Engstirnigkeit und kleinteilige politische Agenden sei vorbei. Arbeitsergebnisse soll das Forum Ende 2011 vorstellen, rechtzeitig zur weiteren Vorbereitung der ein Jahr später stattfindenden Welt-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20.  Die von den Vereinten Nationen geplante Nachfolgekonferenz zum sogenannten Erdgipfel von 1992 soll wie ihr Vorgänger im brasilianischen Rio de Janeiro stattfinden und die Schaffung einer nachhaltigen Weltwirtschaft („green economy“) im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung einleiten. Daneben stehen institutionelle Reformen auf der Konferenz-Agenda.

UN-Generalsekretär Ban sagte, er erwarte von den Mitgliedern des neu berufenen Gremiums „eine Blaupause für eine lebenswertere, blühende und nachhaltige Zukunft für alle Menschen“. Es sei essenziell, CO2-armes Wachstum und die Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels zu fördern. Auch brauche die Welt neue Konzepte, um die, so Ban, „miteinander verflochtenen Herausforderungen Armut, Hunger, Wasser und Energiesicherheit“ zu lösen.

An der Spitze des „High-Level Panel on Global Sustainability“ werden nach UN-Angaben die Präsidentin Finnlands, Tarja Halonen, und Südafrikas Präsident Jacob Zuma stehen. Von Ban berufen wurde zudem die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, die bereits Mitte der 1980er Jahre einer später nach ihr benannten UN-Kommission vorsaß. Der 1987 von der Brundtland-Kommission veröffentlichte Abschlussbericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ prägte das Konzept nachhaltiger Entwicklung wesentlich. Zu den Mitgliedern des neuen UN-Gremiums  zählen zudem die amtierenden Regierungschefs, Umwelt- oder Außenminister von Barbados, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei und der Schweiz, außerdem die ehemaligen Ministerpräsidenten Südkoreas, Japans, Mozambiques und Australiens sowie Vertreter Chinas, Russlands und der USA. Die Europäische Union ist durch ihre Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard in dem Gremium vertreten.

Für die Einsetzung einer hochrangigen Expertenkommission zur inhaltlichen Vorbereitung der Welt-Nachhaltigkeitskonferenz 2012 hatte sich im vergangenen Oktober bereits das Europäische Netzwerk der Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte EEAC ausgesprochen, in dem der deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung vertreten ist. In einem Empfehlungspapier, das die europäischen Nachhaltigkeitsexperten während ihrer jährlichen Vollversammlung verabschiedet haben, werben sie unter anderem für die Berufung eines UN-Expertengremiums analog zu einer „Brundtland-II-Kommission“.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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