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Bericht vom UN Global Compact Leaders Summt 2010

Nachhaltigkeit ist für 93 Prozent der Unternehmensvorstände ein wichtiges Zukunftsthema. Trotzdem handelt die Mehrheit der Firmen weltweit deshalb noch lange nicht nachhaltig. Das ist das Ergebnis einer Befragung der britischen Unternehmensberatung Accenture im Auftrag des UN Global Compact (UNGC). In einer „Blaupause“ formulierte der Global Compact daher Maßnahmen, um dies zu verbessern. Deren Umsetzung diskutierten jetzt 1.300 Teilnehmer aus 135 Ländern auf dem dritten UN Global Compact Leaders Summit in New York.
Beim Leaders Summit in New York spricht Ban Ki-moon zu 1.300 Teilnehmern, Foto: UN Global Compact/Michael Dames
14.07.2010 New York (UD/el) -  Insgesamt befragte Accenture 766 Vorstandsvorsitzende weltweit. 72 Prozent gaben darin an, dass Markenvertrauen und Reputation eines von drei Hauptargumenten für ihr Nachhaltigkeitsengagement sei. Als weitere Einflussfaktoren wurden Klimawandel (66 Prozent) und Konsumenterwartungen (58 Prozent) genannt. Immerhin 64 Prozent sagten, dass der UNGC hier als Lernforum mit Praxisbeispielen eine wichtige Rolle spielen sollte.

Anlässlich des alle drei Jahren stattfindenden Leaders Summit in New York erklärte UN Generalsekretär Ban Ki-moon, immer mehr Unternehmen würden erkennen, dass langfristiger Erfolg nur durch verantwortliches Handeln erreicht werde. Die vorgestellte Blaupause (Blueprint for Corporate Sustainability Leadership) listet konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sowie zu Querschnittsthemen wie Stakeholderengagement und Transparenz. Erstmals bindet die Blaupause systematisch auch UN-Organisationen und -Programme in die Strategie ein. Eine Win-Win-Situation werde langfristig nur dann geschaffen, wenn auch die öffentlichen Partner sich der Verantwortung für Nachhaltigkeit stellen, so die Autoren.

Der Global Compact der Vereinten Nationen ruft Unternehmen weltweit dazu auf, zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung umzusetzen. Er versteht sich dabei als freiwillige Lern- und Dialogplattform. Die Initiative der Vereinten Nationen wird nicht nur von Unternehmen aus aller Welt unterstützt, sondern auch von Gewerkschaften, Staaten und bekannten Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International, dem WWF oder Oxfam. Nicht zuletzt dank der Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen hat sich der Global Compact seit seiner Gründung vor zehn Jahren zur weltweit bedeutendsten Plattform für Corporate Social Responsibility entwickelt, so Lord Michael Hastings, Verantwortlicher für das Thema bei KPMG International. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern ist der UNGC oftmals die erste nationale CSR-Initiative.

Kritiker wie etwa Barbara Unmüssig, Vorstand der Heinrich Böll Stiftung, werfen dem Global Compact vor, dass die Perspektiven der Initiative „jenseits freiwilliger Regeln“ liegen müssten. Beim Global Compact Hauptquartier in New York hat man in den letzten Jahren auf solche Kritik verstärkt reagiert und die Transparenz- und Berichterstattungspflichten systematisch für die Unternehmen verstärkt. So vereinbarten der UNGC und die Global Reporting Initiative (GRI) am Rande des Leaders Summit in einer gemeinsamen Memorandum, die jeweiligen Richtlinien künftig noch enger aufeinander abzustimmen.

In der abschließenden „New Yorker Erklärung“ bekräftigten die Teilnehmer ihre Unterstützung für den Global Compact und die UN Millenniumsziele. So formulierten sie unter anderem Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen im Einklang mit der internationalen Arbeitsorganisation ILO sowie Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung und zum Unternehmensengagement in Konfliktregionen.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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