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Global Compact: Kampf gegen Korruption geht weiter

An der Bereitschaft zu Korruption und menschenrechtsverachtendem Verhalten hat sich trotz weltweiter Bemühungen in der Finanzkrise wenig geändert. Zu viele Firmen nehmen ihre Verantwortung dahingehend nach wie vor auf die leichte Schulter, wie die UN-Initiative Global Compact aufzeigt. Zwar habe sich ein gewissenhaftes Unternehmensverhalten etwa hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Umweltbestimmungen weiter etabliert. Dennoch zeigt nur eine Minderheit bei Menschenrechtsverletzungen und Korruption eine Nulltoleranz.
Viele Unternehmen setzen sich zu wenig gegen Korruption ein. Foto: megan, flickr.com / madesign
23.06.2010 New York (UD/pte) - Arbeits- und Umweltrichtlinien wurden beim überwiegenden Großteil der Unternehmen bereits eingeführt. Anti-Korruption und Menschenrechte hinken zur Umsetzung verantwortungsvoller Geschäftspraktiken hingegen deutlich hinterher. Dem Global Compact zufolge hat bisher weniger als ein Drittel entsprechende Richtlinien eingeführt. Im Vergleich zu Umwelt- oder Arbeitsplatzaspekten seien die Themen „relativ unterentwickelt", betont Global-Compact-Direktor Georg Kell.

Insgesamt sei der Kampf für ein verantwortliches Verhalten von wirtschaftlichem Abschwung und Finanzkrise nicht gebremst worden. Die Mehrheit der Betriebe wolle mit entsprechenden Maßnahmen das Vertrauen in das Unternehmen erhöhen. Besonders Konzerne mit mehr als 5.000 Mitarbeitern begannen seit ihrem Ausbruch jedoch etwa damit, auf ihre Ethik-Beauftragten zu verzichten. Bei Zulieferern seien die Firmen vorsichtiger geworden, obwohl es eine Herausforderung bleibe, Richtlinien Taten folgen zu lassen. Gerade in kritischen Regionen sei von Unternehmen aller Größen und Branchen mehr Transparenz und Zuverlässigkeit zu erwarten.

Die Global-Compact-Initiative der Vereinten Nationen versucht weltweit verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken zu fördern und Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Anti-Korruption umzusetzen. Firmen sollten den Zielvorstellungen nach Märkte, den Handel, Technologie und Finanzen in einer Weise gestalten, die Wirtschaft und Gesellschaft weltweit zugute kommt. Im Vorjahr haben mehr als 5.000 Unternehmen aus 97 Ländern an der Initiative teilgenommen, um ihre Geschäfte und Strategien an den Prinzipien auszurichten.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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