„Scheitern ist keine Option,“ warnt Ban beim UN Leadership Forum on Climate Change
Mit einem Votum für ein Post-Kyoto-Abkommen ist das UN Leadership Forum on Climate Change zu Ende gegangen. Über 50 Staats- und Regierungschefs sowie Vorstände von mehr als 100 Unternehmen und ebenso viele NGO-Vertreter aus aller Welt haben damit in New York ein Signal für mehr Klimaschutz und einen erfolgreichen Ausgang der kommenden Kopenhagener Klimakonferenz gesetzt. Mitorganisator war der UN Global Compact.
Foto: Ryan Brown/UN Photo
Georg Kell, Exekutivdirektor des Global Compact, eröffnete das Forum und verwies in seiner Eingangsrede darauf, dass jene Politiker, welche die Klimaverhandlungen voranbringen wollen, auf die Unterstützung der Privatwirtschaft zählen könnten. Auch der ehemalige US-Vizepräsident und Nobelpreisträger Al Gore betonte, dass viele Unternehmen „viel weiter“ seien als die Politik. Das liege auch daran, dass CO2-Lobbies in einigen Staaten wie den USA die Entwicklungen behinderten. Gore versprach, dass der Umbau hin zu einer Niedrig-Emissions-Gesellschaft die Weltwirtschaft stärker verändern würden, als es das Internet getan habe. Es gebe für ihn keine akzeptable Alternative zu einem erfolgreichen Abschluss der Kopenhagener Klimakonferenz. Der Gastgeber dieser Konferenz, Dänemarks Premierminister Anders Fogh Rasmussen, unterstrich seinerseits die Bedeutung von „grünen“ Wirtschaftszweigen und nachhaltiger Entwicklung. Wer heute handele, könne der Marktführer von Morgen werden.
In ihrer Abschlussdeklaration betonten die insgesamt mehr als 250 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, dass der Kampf die globale Erwärmung der entscheidende Testfall für multilaterale Führungsfähigkeit im 21. Jahrhundert sei. Die „richtigen Entscheidungen“ zu treffen sei nicht einfach, aber schlussendlich auch für die Zukunft des globalen Handels unabdingbar. Der Übergang zu Produktion und Konsum mit jeweils nur niedrigem CO2-Ausstoß sei eine echte Chance für enorme neue Wertschöpfung, so die Deklaration weiter.
Diese Meldung wurde ursprünglich für das Deutsche Global Compact Netzwerk (www.globalcompact.de) verfasst.
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