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CEOs fordern Umsetzung der UN-Anti-Korruptions-Konvention

Über zwei Dutzend Vorstandsvorsitzende führender Unternehmen fordern von den Regierungen, eine stärkere Bekämpfung der Korruption gerade auch in Krisenzeiten. Der Brief wurde initiiert und unterstützt von der Internationalen Handelskammer (ICC), Transparency International, dem UN Global Compact sowie dem World Economic Forum Partnering Against Corruption Initiative (PACI).
Foto: Darek Niedzieski/Fotolia
14.05.2009 Paris (UD/pm) - In einem Brief an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon unterstützen die CEOs die weltweit gültige UN-Anti-Korruptions-Konvention (UNCAC), da sie das Versprechen beinhalte, der Korruption Einhalt zu gebieten und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer in einer globalen Wirtschaft zu schaffen. Zu den Unterzeichnern gehören aus Deutschland Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, und Léo Apotheker, Vorstandssprecher der SAP AG. Aus Sicht der Wirtschaftslenker ist die Konvention "ein zentrales Instrument der Korruptionsbekämpfung". Gleichzeitig unterstreichen sie die Notwendigkeit, einen Mechanismus zur Nachprüfung der Umsetzung zu schaffen. Dies müsse im Rahmen der nächsten Vertragsstaatenkonferenz im November 2009 in Doha erfolgen.

"Gerade jetzt, in einer Zeit des finanziellen und wirtschaftlichen Aufruhrs ist ein Mechanismus zur Überprüfung der Umsetzung von grundlegender Bedeutung. Die Wirtschaftskrise wird zwangsläufig schwere Spannungen für den weltweiten Wettbewerb mit sich bringen. Es besteht die Möglichkeit einer Aushöhlung der ethischen Standards, die nur schwer wieder rückgängig zu machen wäre", schreiben die Vorstandsvorsitzenden. Sie warnen, dass jede weitere Verzögerung bei der Implementierung einer regelmäßigen Überprüfung, die die Konvention selbst fordert, die Glaubwürdigkeit der Konvention und ihre Fähigkeit bei der Korruptionsbekämpfung, schnell an Schwung zu gewinnen, schädigen würde.

"Die Unternehmenslenker sehen es als wichtig an, sich geschlossen hinter die Konvention zu stellen, da sie die einzige ist mit dem Potential einer weltweiten Reichweite", sagt Victor K. Fung, Präsident der Internationalen Handelskammer (ICC) und Vorsitzender der Li & Fung Gruppe.

Die CEOs schlagen auch konkret vor, wie ein Überprüfungsmechanismus aussehen könnte. Sie unterstreichen drei Faktoren: eine angemessene und verlässliche, langfristige Finanzierung, Länderbesuche von gleichrangigen Gutachern aus anderen Ländern, ein transparenter Prozess mit Eingaben aus der Wirtschaft und von anderen Stakeholdern sowie die Veröffentlichung von Fortschrittsberichten.

"Ich begrüße das Engagement der Business Community in dieser entscheidenden Angelegenheit", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in seinem Antwortbrief. "Der Einsatz der Wirtschaft für einen wirksamen Überprüfungsmechanismus sowie die wachsende Zahl der Staaten, die der Konvention beitreten und sie umsetzen, sind der Beweis für den gemeinsamen Einsatz, die Korruption zu bekämpfen".

Die UN-Anti-Korruptions-Konvention (UNCAC), die im Dezember 2003 verabschiedet worden war, wurde mittlerweile von 140 Ländern unterschrieben und von 136 ratifiziert.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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