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Statement des UN Global Compact zur Finanzkrise

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise wirft eine Menge grundlegender Fragen auf: Wie sollten Märkte in Zukunft gestaltet werden, damit sich ein ähnlicher Crash nicht wiederholt? Wie kann das Vertrauen in die Wirtschaft wiedergewonnen werden? Werden Unternehmen auch in der Krise weiterhin in CSR investieren oder ihre Prioritäten anders setzten? Und welche Rolle wird der UN Global Compact künftig spielen? Antwort darauf gibt ein Positionspapier des Global Compact Office (GCO) mit dem Titel „Why the UN Global Compact and Corporate Sustainability Are Needed More Than Ever“.
Foto: Fotolia.com
03.02.2009 New York (UD/jf) - In dem Papier der New Yorker Zentrale geben die Autoren ihrer Überzeugung Ausdruck, dass es das übergeordnete Ziel und die Priorität aller global agierender Unternehmen und Stakeholder sein muss, Vertrauen und Zuversicht in die Wirtschaft wiederzugewinnen und sich weniger an einer auf kurzfristige Gewinnmaximierung zielenden Managementstrategie als an einer langfristigen und nachhaltigen Wertschaffung zu orientieren. Der UN Global Compact kann dabei eine maßgebliche und konstruktive Rolle spielen.

Fünf Aspekte stehen dabei im Fokus: Die Wiederherstellung des Vertrauens in die Weltmärkte, das Hervorheben der Bedeutung freiwillliger Initiativen, Betonung von Nachhaltigkeit als Business Case in einer neuen Ära des Risk-Managements, der Einsatz für freie Märkte sowie das Hervorheben der Bedeutung von Public-Private-Partnership-Projekten.

Vor allem bei der Wiedergewinnung des Vertrauens in die Wirtschaft, so die Autoren, kommt dem UN Global Compact besondere Bedeutung zu, da es schon immer das erklärte Ziel der Initiative war, langfristige und nachhaltige Wertschaffung zu unterstützen. Gerade jetzt, in der Krise, können die Teilnehmer daher mit einem Bekenntnis zu den Prinzipien des UN Global Compact aktiv dazu beizutragen, das Vertrauen der Stakeholder zurück zu gewinnen.

Dabei versteht sich der UN Global Compact auch als Ergänzung zu den Bemühungen der Nationalregierungen: Da die Politik zunehmend regulierend in die Märkte eingreife, werde man sich weiterhin dafür einzusetzen, dass es genug Raum für neue Innovationen zur Wertschaffung gibt und die Bedeutung freiwilligen Engagements weiter hervorheben.

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise stellt sich jedoch die Frage, ob es sich Unternehmen in Zukunft überhaupt noch leisten können, in CSR zu investieren. In diesem Zusammenhang weisen die Autoren darauf hin, dass Aspekte wie der Klimawandel oder die zunehmende Korruption ja nicht verschwunden sind, sondern weiterhin maßgeblich Einfluss auf den Geschäftserfolg haben. Ein Bekenntnis zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens könnte daher gerade in der Krise einen signifikanten Wettbewerbsvorteil für die Teilnehmer bedeuten.

Dies kann allerdings nur auf der Grundlage eines freien Weltmarkts geschehen. Es habe sich gezeigt, so die Autoren, dass nur weltweit gleiche, auf multilateralen Regeln beruhende Wettbewerbsbedingungen die beste Voraussetzung für die Schaffung von globalem Wohlstand sind.

Zuletzt appellieren die Autoren daran, dass auch das Bekenntnis zu den Millennium Development Goals nicht unter der Finanzkrise leiden dürfe, da Investments in Public-Private-Partnership-Projkte unerlässlich für die Stabilität von Gesellschaften sei und die Wirtschaft vor inhärenten Systemrisiken schützten.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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