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Global Compact Deutschland 2008 erschienen

Die Mediengruppe macondo hat jetzt die neue Ausgabe des Jahrbuches „Global Compact Deutschland 2008“ vorgestellt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stehen die Themen Biodiversität, Menschenrechte, nachhaltiger Konsum sowie die Finanzkrise. Ein detaillierter Rückblick auf die Global Compact Aktivitäten durch das UN Global Compact Office sowie eine wissenschaftliche Analyse der COP-Berichte runden den Mantelteil ab.
19.01.2009 Münster (UD/el) - Zur Biodiversität konstatiert Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, dass sie die Basis für das Überleben der Menschheit darstellt. Sie repräsentiert aber auch das natürliche Kapital der Erde und ist somit auch Grundlage für Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung. Eine Vielzahl von Leistungen wie z.B. Nahrungsmittel, Brennstoffe, sauberes Wasser, gesunde Böden, Schutz vor Überschwemmungen, Schutz gegen Bodenerosion, Arzneimittel, Kohlenstoffspeicherung und noch viele andere Leistungen stellt die Natur zur Verfügung. Die freie Verfügbarkeit dieser Leistungen der Natur hat uns zu lange dazu verleitet anzunehmen, dass sie keinen wirtschaftlichen Wert haben. Obwohl unser Wohlergehen vollkommen von diesen „ökosystemaren Dienstleistungen“ abhängig ist, sind sie öffentliche Güter ohne Märkte und ohne Preise. Deshalb werden sie von unserem „Wirtschaftskompass“ oft nicht wahrgenommen. In der Logik unserer traditionellen Ökonomien werden damit die Natur und die Biodiversität beinahe zwangsläufig übernutzt. Eine der größten Herausforderungen für unsere Zukunft liegt darin, diese Wahrnehmung der biologischen Vielfalt zu ändern und den Kompass zu justieren.

Die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen hat dagegen Barbara Lochbihler, Generalsekretär von Amnesty International (Sektion Deutschland) im Blick. Unternehmen sind heute in einem Ausmaß transnational tätig, wie es noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbar war, schreibt sie. So haben sich die ausländischen Direktinvestitionen im Vergleich zu 1973 verdreiundsechzigfacht. Deutsche Unternehmen haben mehr als 22.000 Auslandsstandorte und beschäftigen dort ca. 4, 5 Millionen Arbeitnehmer. In Entwicklungsländern sind sie mit rund 2.800 Töchterunternehmen vertreten. Das bedeutet nicht nur große wirtschaftliche, sondern auch menschenrechtliche Verantwortung.

Nachhaltiger Konsum – was ist es und wem nützt es? Antworten auf diese Fragen geben Stephan Schaller, Dr. Nadine Pratt und Michael Kuhndt vom Wuppertal Institut. Sie moderierten in diesem Jahr innerhalb des Global Compact Deutschland diesen Arbeitsschwerpunkt. Dabei wurde klar: Das Thema nachhaltiger Konsum, auch bezeichnet als strategischer oder ethischer Konsum, gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Gesellschaft, in Unternehmen (nachhaltige Produkte und Dienstleistungen als Geschäftsfeld), in der Politik (nachhaltiger Konsum als Politikfeld) sowie in den Medien. Nachhaltiger Konsum wird getrieben durch neue Märkte und ein verändertes Konsumentenverhalten.

Ein weiterer Themenblock behandelt die derzeitige globale Finanzkrise. Paul Strebel und Anne-Valérie Ohlsson nähern sich dem Thema dabei von der finanzpsychologischen Sicht. In der Ego-Falle lautet daher der Titel ihres Beitrages. Ein typisches Merkmal ehrgeiziger, erfolgreicher Führungskräfte ist nämlich übersteigertes Selbstvertrauen. Erfolg steigert das Selbstvertrauen. Aber steigert Selbstvertrauen auch den Erfolg? Für die Selbstüberschätzung ihrer Spitzenmanager haben einige Unternehmen einen hohen Preis bezahlt.

Was hat der Global Compact in 2008 bewirkt und welche Aktivitäten gab es? Diese Fragen beantwortet Georg Kell, Executive Director des UN Global Compact Office, ausführlich und zeigt auch die einzelnen Initiativen auf.

Der Global Compact in der Praxis – Eine Analyse der COPs: Was hat sich bei deutschen Unternehmen nach ihrem Beitritt zum Global Compact verändert? Dieser Frage geht ein Lehrforschungsprojekt an der TU Darmstadt seit dem Herbst 2007 nach. Die Ergebnisse der Unternehmensfallstudien von Dr. Lothar Rieth zeigen, dass die untersuchten deutschen Unternehmen verstärkt Anstrengungen unternehmen, den Global Compact-Prinzipien auch im Unternehmensalltag Geltung zu verleihen.

In der Sektion Best Practice schließlich geben in diesem Jahr 29 teilnehmende Unternehmen des Global Compact Einblick, wie sie die zehn Prinzipien und Corporate Social Responsibility tagtäglich in der Praxis umsetzen.

Traditionsgemäß ist die Publikation nicht nur auf FSC-zertifiziertem Papier hergestellt, sondern die gesamte Herstellung wurde durch hochwertige Klimaschutzmaßnahmen klimaneutral gestellt. Jeder Band ist mit einer ausgesucht umweltfreundlichen Folie zum Transportschutz eingeschweißt.

Global Compact Deutschland 2008

Jahrbuch des deutschen Netzwerkes mit Beiträgen von Sigmar Gabriel, Georg Kell, Barbara Lochbihler, Dr. Lothar Rieth, Stefan Schaller u.v.a. sowie 29 Global Compact-Mitgliedsunternehmen. 140 Seiten, zweisprachig (deutsch/englisch), durchgehend farbig, broschiert, FSC-zertifizierter und klimaneutraler Druck, limitierte Auflage, in umweltfreundlicher Folie verschweißt.

Einzelpreis 30,00 Euro zzgl. Versand
ISBN-13: 978-3-9810638-6-8

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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