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Zukunftsvision: Satellit soll Solar-Strom aus All beamen

Das neue Projekt der NASA namens "SPS-ALPHA", kurz für "Solar Power Satellite", erregt Aufsehen: Ein spezieller Satellit soll Solar-Energie aus dem Weltall auf die Erde "beamen". Während Befürworter betonen, dass ein Solarkollektor im Weltall enorm effektiv wäre, stellen sich Kritiker vor allem die Frage, wie der erzeugte Strom zur Erde transportiert werden soll.
Foto: nasa.gov
17.04.2012 Washington (UD/pte) - Schon seit Jahren gibt es Überlegungen, Solarstrom aus dem Weltall als günstige und umweltfreundliche Energiequelle zu nutzen. Konzepte gab es schon einige. Nun ist ein mit Photovoltaik-Panels ausgestatteter Satellit Teil des NASA Innovative Advanced Concepts 2012. Design-Arbeiten wurden bereits gestartet, erste Prototypen sollen in absehbarer Zukunft für Testflüge in den erdnahen Orbit geschossen werden.

Stromerzeugung im All effektiver

So verrückt die Idee auch klingen mag, Solar-Strom aus dem All bietet zwei äußerst interessante Vorteile gegenüber Photovoltaik-Anlagen auf der Erde. Erstens könnte im Kosmos kontinuierlich Strom erzeugt werden, da es es keine Nacht gibt. Zweitens existiert fast keine Atmosphäre im Weltall, Solar-Panels könnten somit effektiver Strom erzeugen.

Auf der anderen Seite müsste die NASA allerdings auch hohe Hürden überwinden. Das größte Fragezeichen ist der Transport des Stroms. Neuartige Lösungen der drahtlosen Übertragung über gewaltige Distanzen müssten erst entwickelt werden. Auch die Kostenfrage muss sich die NASA stellen. Objekte in den Weltraum zu schießen, erfordert einen enormen finanziellen Aufwand, der erzeugte Strom wäre möglicherweise gar nicht rentabel.

Von Natur inspirieres Design

Ein internationales NASA-Team untersucht derzeit die Machbarkeit des Projekts und versucht diese Probleme zu lösen. Ein von der Natur inspiriertes Design - der Satellit erinnert stark an eine Blume - soll der erste Schritt sein. Das Erscheinungsbild des gigantischen Solar-Satellits wird von tausenden, unterschiedlich großen Sonnenspiegeln dominiert, die individuell regulierbar sind. Sie sollen einfallendes Sonnenlicht auf Photovoltaik-Panels in das Innere des Satelliten leiten. Dort soll der Strom via Mikrowellen auf die Erde gesendet werden.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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