Linde fördert Forschung im Bereich medizinische Gase
Der Technologiekonzern The Linde Group hat die ersten Fördergelder im Rahmen seiner „REALfund“-Initiative vergeben. Der REALfund wurde im Jahr 2010 von Lindes Global Business Unit Healthcare mit dem Ziel eingerichtet, außergewöhnliche und innovative Forschungsprojekte zu unterstützen, die sich mit dem Einsatz von Gasen in den drei Hauptbereichen Atemwegsmedizin, Akutschmerztherapie und gasebasierter Wundtherapie beschäftigen. Vier Empfänger, die aus über 30 Bewerbern ausgewählt wurden, erhalten Forschungszuschüsse in Höhe von insgesamt 300.000 EUR.
Die Fördergelder sollen die Empfänger bei der Weiterführung ihrer Forschungsarbeiten unterstützen: Dr. Alice Margaret Wood von der Universität Birmingham untersucht Anwendungsmöglichkeiten der Sauerstofftherapie bei Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Professor Gerd Döring von der Universität Tübingen erforscht den Einsatz von Stickstoffmonoxid zur Behandlung von Infektionen bei Mukoviszidose-Patienten. Professor Arne May von der Universität Hamburg untersucht die Wirkung von Sauerstoff bei Kopfschmerzen, insbesondere bei Migräne. Dr. Paul Seddon vom Brighton and Sussex University Hospitals NHS Trust schließlich beschäftigt sich mit der Frage, wie man mithilfe neuer Technologien die Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz von Patienten statt im Krankenhaus in deren eigenem Zuhause überwachen könnte.
Der Linde Healthcare REALfund (REAL = Research, Evolve, Advance, Lead) ist ein Forschungsfonds, der sich an Ärzte, Patientenorganisationen, Erfinder und Wissenschaftler richtet. Gefördert werden damit innovative Projekte für neue Einsatzgebiete von Gasen, Geräte für die sichere und wirksame Anwendung von Gasen sowie die Überwachung von Wirkungen und Erfolgen von Therapien und ergänzenden Produkten und Leistungen vor Ort. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Komplexität des jeweiligen Projekts und beträgt im Einzelfall maximal 75.000 Euro.
Mit seiner Healthcare-Sparte deckt Linde die Bereiche medizinische Gase, Service-Leistungen, Geräte und Therapien ab. Hier befindet sich das Unternehmen weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs und konnte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 1,130 Mrd. Euro erzielen.
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