E.ON und Siemens nehmen Pilotanlage zur CO2-Abscheidung aus Kohlekraftwerken in Betrieb
E.ON und Siemens nehmen am E.ON-Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg bei Hanau eine Pilotanlage zur CO2-Abscheidung in Betrieb. Damit treiben die beiden Unternehmen die Entwicklung eines Verfahrens zur klimaverträglichen Stromerzeugung aus Kohle weiter voran. Am steinkohlebefeuerten Block 5 des Kraftwerks wird unter realen Einsatzbedingungen ein bereits im Labor erprobtes Verfahren eingesetzt. Die Pilotanlage wird mit einer Teilmenge aus dem Rauchgas von Block 5 gefahren. E.ON und Siemens beabsichtigen, die Testanlage bis Ende 2010 zu betreiben. Die Ergebnisse und Betriebserfahrungen aus der Pilotanlage bilden die Basis für große Demonstrationsanlagen, die ab Mitte des nächsten Jahrzehnts den Betrieb aufnehmen sollen.
Pressetermin im Kraftwerk "Staudinger", Bild: e.on
„Als einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz plant E.ON die großtechnische CO2-Abscheidung und -Speicherung für Kohlekraftwerke ab 2020. Der Betrieb dieser neuen Anlage gemeinsam mit Siemens im Rahmen unserer Pilotflotte ist ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg“, betont Bernhard Fischer, Vorstandsmitglied E.ON Energie AG und E.ON-Forschungschef. Fischer weiter: „Mit dem sogenannten Post-Combustion-Verfahren konzentrieren wir uns auf eine vielversprechende CO2-Abtrenn-Technologie, mit der sich bestehende Kraftwerke nachrüsten lassen.“
Das Vorhaben wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der COORETEC-Initiative gefördert. Sie ist Teil des 5. Energieforschungsprogramms "Innovation und Neue Energietechnologien" der Bundesregierung und fördert die Forschung und Entwicklung CO2-emissionsarmer Kraftwerkstechnologien. Bei dem Post-Combustion-Capture-Verfahren von Siemens wird das CO2 nach der Verbrennung durch spezielle Reinigungssubstanzen zu mehr als 90 Prozent aus dem Rauchgas eines Kraftwerks entfernt. Ein Vorteil der Siemens-Technologie liegt darin, dass sie sich gut mit dem bekannten und weitentwickelten Dampfkraftwerksprozess kombinieren lässt. Mit der CCS-Pilotanlage im Kraftwerk Staudinger kommen jetzt die chemische Langzeitstabilität der Reinigungssubstanz und die Effektivität des Prozesses unter realen Kraftwerksbedingungen auf den Prüfstand. Parallel dazu wird die Technologie hinsichtlich ihres Energiebedarfs weiter optimiert. „Unser Verfahren zeichnet sich unter anderem aus durch gute Umwelteigenschaften, einen vergleichsweise niedrigen Energieverbrauch und nur geringen Verlust bei der eingesetzten Reinigungssubstanz“, erklärt Süß.
Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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