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Evonik schreibt Wettbewerb für Weiße Biotechnologie aus

Mit dem European Science-to-Business Award lobt die Evonik Industries AG einen Innovationspreis auf europäischer Ebene aus. Der Wettbewerb richtet sich an talentierte Spitzenforscher, die bereits herausragende Ergebnisse an einer Forschungseinrichtung in Europa vorweisen können. „Mit der Verleihung des Awards im Jahre 2008 verfolgen wir das Ziel, die einzigartigen Chancen der Weißen Biotechnologie in Europa gemeinsam zu nutzen und ihre Potenziale einer breiten Öffentlichkeit in Gänze bekannt zu machen“, so Dr. Alfred Oberholz, Mitglied des Evonik-Vorstands und verantwortlich für das Geschäftsfeld Chemie.
Foto: Marion Book
08.11.2007 Brüssel (UD) - Die rasant wachsende Weiße Biotechnologie liefert kreative Produktionsverfahren, die überwiegend auf natürlichen und nachwachsenden Ressourcen basieren. Dabei werden beispielsweise aus Raps oder Mais gewonnene Enzyme und andere organische Substanzen genutzt, um chemische Stoffe effizienter, energiesparender und umweltschonender herzustellen, als es in herkömmlichen synthetischen Verfahren bislang möglich war. Experten prognostizieren, dass bereits im Jahr 2010 zwischen 10 und 20 Prozent aller chemischen Stoffe über derartige Verfahren hergestellt werden.
 
In der Spezialchemie, die mit 40 Prozent den größten Anteil an der Chemiebranche hat, rechnet man im gleichen Zeitraum sogar mit einem deutlich überproportionalen Wachstum. Als ein führender Anbieter in der Spezialchemie nutzt Evonik einen intensiven Science-to-Business
Transfer, um kreative Potenziale in industrielle Anwendungen zu überführen und den zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt der Weißen Biotechnologie weiter zu erschließen.

Der European Science-to-Business Award wurde erstmals im Jahr 2006 von der Degussa (heute das Geschäftsfeld Chemie von Evonik) ausgeschrieben und wird nun von Evonik weiter geführt. „Mit unserem Engagement stellen wir uns der Verantwortung, junge Talente zu motivieren und mutig eine Brücke zwischen Forschung und Wissenschaft auf der einen und dem Markt auf der anderen Seite zu schlagen“, sagt Oberholz. So ermöglichte bereits der erste Wettbewerb dem Preisträger die Umsetzung seiner Ideen und führte zu neuartigen und profitablen Anwendungen in der Speichertechnologie. Das Prinzip des Science-to-Business Transfers verfolgt der Konzern auf breiter Ebene, zum Beispiel im Rahmen der „European Technology Platform for Sustainable Chemistry“, einer Initiative der europäischen Chemieindustrie, oder auf deutscher Ebene als Koordinator des Forschungsverbundes „Cluster Industrielle Biotechnologie 2021“. In dem Verbund arbeiten 32 namhafte Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitute an der Entwicklung von kosten- und energiesparenden Verfahren.

Für den European Science-to-Business Award können sich talentierte Spitzenforscher und junge Unternehmer bis 38 Jahre bewerben, die in einem Team mit maximal drei Teilnehmern arbeiten. Das von einer internationalen Jury ausgewählte Gewinnerteam erhält ein Preisgeld von 100.000 Euro, verbunden mit der Teilnahme an einem Management-Kurs an der Universität St. Gallen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2008. Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb übernimmt Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes der deutschen Wirtschaft.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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