Startschuss für Fonds zur Unterstützung des „arabischen Frühlings“
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die KfW Entwicklungsbank und die Europäische Union haben in Frankfurt am Main den Startschuss für den Finanzierungsfonds SANAD als zentrale Säule des deutschen Unterstützungspakets für die privatwirtschaftliche Entwicklung in Ägypten und anderen Staaten in Nordafrika und des Nahen Ostens gegeben.
Dr. Norbert Kloppenburg, Vorstandsmitglied der KfW, Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, Dr. Marcus Cornaro, Europäische Kommission und Doris Köhn, KfW-Direktorin Afrika und Nahost. Foto: KfW / photothek.net
Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, sagte: "Wir sind der Überzeugung, dass Finanzierungsangebote für kleine Unternehmen und die Entwicklung des noch schwachen Bankensektors in den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens erheblich zur Armutsminderung und zur wirtschaftlichen Stabilität führen werden.“
Das Ziel des Finanzierungsfonds SANAD ist es, die große ungedeckte Nachfrage kleinerer Unternehmen nach Investitionskrediten zu befriedigen. Unternehmen erhalten über ihre Hausbanken günstige, aber marktgerechte Kredite. Die Hausbanken refinanzieren sich hierfür bei SANAD. Der Fonds wird als sogenannter Strukturierter Fonds mit verschiedenen Risikotranchen aufgestellt und bietet so auch privaten und halbstaatlichen Investoren Anlagemöglichkeiten. Durch diese Dritt- und Marktmittel sowie durch Rückflüsse und Zinserträge werden die Finanzierungspotenziale vervielfacht.
Der deutsche Beitrag beläuft sich auf 20 Mio. Euro. Als weiterer Investor wird sich die Europäische Union mit 10 Mio. Euro beteiligen. Weitere potenzielle Investoren sollen bis Ende des Jahres folgen. Der Fonds wird zunächst Finanzierungen in Ägypten, Jordanien, Libanon, Tunesien, Marokko und den palästinensischen Gebieten ermöglichen.
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