Neue Studie zu den Auswirkungen der Finanzmarktkrise in Indonesien, Paraguay, Tansania und Ungarn
Mehr als zwei Jahre nach der Finanzkrise leiden Menschen in Entwicklungsländern noch immer an deren Folgen. Der von der Krise verursachte Zusammenbruch der Weltwirtschaft bewirkte, dass Hunderttausende Menschen in den Exportindustrien des Südens ihre Arbeit verloren. Armut, Perspektivlosigkeit und Hunger begleiten viele betroffene Familien bis heute. SÜDWIND zeichnet in der soeben erschienenen Studie: „Im Schatten der Krise. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise in Indonesien, Paraguay, Tansania und Ungarn“ nach, wie die Finanzkrise in diese Länder gelangte und welche konkreten Auswirkungen sie auf die Bevölkerung hatte.
Foto: Tim Herzog/World Resources Institute
Im Hinblick auf den dringend notwendigen Schutz der benachteiligten Bevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern vor derartigen „externen Schocks“ fordert SÜDWIND eine global wirksame Regulierung der Finanzmärkte. „Die Politik muss endlich handeln“, sagt Dr. Pedro Morazán, Mitautor der Studie: „Mit einer Finanztransaktionssteuer beispielsweise könnten nicht nur die schädlichen Auswüchse der Spekulationen auf den Finanzmärkten eingedämmt werden. Es könnten auch hohe Summen an Geldern mobilisiert werden, mit denen die Ärmsten endlich angemessen unterstützt werden könnten.“
Die Studie, die von der Evangelischen Kirche in Westfalen gefördert wurde, steht als Download unter www.suedwind-institut.de zur Verfügung und kann bei SÜDWIND bestellt werden.
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