Institutionelle Anleger dominieren ethische Investments
Zwei Jahre nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers achten Anleger wieder verstärkt auf die Nachhaltigkeit von Finanzveranlagungen. Hauptkriterien sind neben der Ökologie und Sozialverträglichkeit auch die Unternehmenskontrolle bei Entscheidungen über Investitionen. Die Zahlen belegen den Trend: Seit 2008 hat sich allein der europäische Markt für nachhaltige Investments von 2,7 auf derzeit rund fünf Bio. Euro fast verdoppelt.
Nachhaltige Kapitalanlage: Der "WealthCap Solarpark Lieberose" in Brandenburg. Foto: juwi-Gruppe / First Solar GmbH
Die Vorreiter im Bereich alternativer Investments sind neben Großbritannien und Frankreich auch die Niederlande. Im deutschsprachigen Raum legten nachhaltige Investments seit 2008 um 67 Prozent zu und damit etwas schwächer als im europäischen Durchschnitt. Nachhaltige Publikumsfonds stoßen in Deutschland und Österreich auf Interesse. Die Einhaltung von Kriterien bleibt sehr wichtig.
Zu diesen Ausschlusskriterien zählen die von den Investoren als kontrovers gesehenen Geschäftsfelder grüne Gentechnik, Rüstung, Embryonenforschung, Pornografie, Atomenergie sowie Alkohol oder auch Tabak. Außerdem sind Kinderarbeit, Korruption und Verletzungen bei Arbeits- und Menschenrechten im eigenen Unternehmen oder in der Lieferkette für Geldgeber, die in nachhaltige Strukturen investieren wollen, häufig ein rotes Tuch.
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