Markt für nachhaltige Zertifikate erholt sich
Der Markt für ökologisch, ethisch oder sozial orientierte Zertifikate in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2009 wieder leicht erholt. Die Zahl nachhaltiger Zertifikate stieg um drei Prozent auf 245 Produkte und ein Emissionsvolumen von 8,71 Mrd. Euro (+ zwölf Prozent). Der Markt für nachhaltige Exchange Traded Funds (ETFs) wuchs hingegen sehr dynamisch. Obwohl nur ein neuer ETF von DB X-Trackers auf den Markt gebracht wurde, stieg das gesamte Fondsvolumen um fast 64 Prozent auf 370,55 Mio. Euro.
Bei fast allen Zertifikatearten gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 einen Zuwachs oder einen unveränderten Bestand. Lediglich bei Bonuszertifikaten war ein deutlicher Rückgang von 20 auf nur elf Produkte zu verzeichnen.
Im Nachgang der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers kam es bei Zertifikaten zu einer deutlichen Marktbereinigung, die auch das Teilsegment der nachhaltigen Zertifikate betraf. Graf Albrecht Matuschka, Inhaber der Matuschka-Gruppe, fordert in seinem Geleitwort zur aktuellen Studie: „Aufbauend auf die innovativen Ansätze, zum Beispiel der UBS und der Bank Vontobel, für Zertifikate im Eigenbau wäre sicher eine Fortentwicklung für Finanzinstrumente im Nachhaltigkeitsbereich möglich, die reale Risiken und Chancen abdeckt.“
Die Anzahl der nachhaltigen Exchange Traded Funds stieg zur Jahresmitte 2009 auf elf Fonds. Ihr Volumen ist in den ersten sechs Monaten 2009 um fast 64 Prozent auf 370,55 Mio. Euro angewachsen. Mit DB X-Trackers, einer Tochter der Deutschen Bank, kam ein neuer Anbieter zum Segment der nachhaltigen ETFs dazu, dessen Fonds dem Anlagethema Klimaschutz zugeordnet wurde. Ein Anlagethema, dessen Chancen gerade vor dem Hintergrund der COP 15-Verhandlungen in Koppenhagen vermehrt in die Wahrnehmung vieler Investoren rückt. Damit ist nach den bisherigen ETF-Themen Alternative / Regenerative Energien, Wasser, Holz und Nachhaltigkeit allgemein ein fünftes Anlagethema für Anleger verfügbar.
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