Robert Shiller mit Deutsche Bank Preis geehrt
Der bekannte US-amerikanische Ökonom Robert J. Shiller erhielt in Frankfurt den mit 50.000 Euro dotierten Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2009. Führende Finanzökonomen, unter ihnen Nobelpreisträger Robert C. Merton von der Harvard Business School und der CFS Präsident Ottmar Issing, diskutierten aus diesem Anlass im Rahmen des Symposiums "Financial Innovation and Economic Crisis" über die Themen der Arbeit von Robert Shiller.
Josef Ackermann überreicht den Preis an Robert J. Shiller, Foto: Martin Joppen, Deutsche Bank
"Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, denn sie verdeutlicht, dass meine Arbeit nicht nur im akademischen Umfeld, sondern auch in der Praxis gewürdigt wird und vor allem Anwendung findet", so Robert J. Shiller. "Die Finanzwissenschaft ist eine mächtige Technologie, aber eine, die nicht fehlerfrei zum Wohle der Menschheit eingesetzt wird. Es gibt hierbei vielfältige Hindernisse einer korrekten Handhabung, die ihre Ursache in institutionellen sowie regulatorischen Rahmenbedingungen oder auch der menschlichen Psychologie haben. Im Zuge einer weiterentwickelten Regulierung konnte über die Jahre hinweg die Anwendung der Finanztechnologie verbessert werden. Die neueste Finanzkrise ist ein Beispiel für die Kinderkrankheiten neuer Finanztechnologie, aber kein Grund daran zu zweifeln, dass es in der Zukunft weitere Finanzinnovationen geben wird", so der Finanzökonom weiter.
Shiller hat einen der wichtigsten Immobilienpreisindizes in den USA, den "Standard & Poor's/Case-Shiller Home Price Index", maßgeblich mitentwickelt. Er ist Arthur M. Okun Professor of Economics, Cowles Foundation for Research in Economics an der Yale University, sowie Professor für Finanzen am International Center for Finance der Yale School of Management. Im Februar ist sein gemeinsam mit Nobelpreisträger George Akerlof verfasstes Buch "Animal Spirits" erschienen, das sich mit der Bedeutung menschlicher Faktoren für die Entwicklung von Finanzmärkten befasst.
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