Indien startet Solar-Offensive
Indien will die Förderungen für die Solarindustrie ausbauen. Noch vor dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember haben Regierungssprecher angekündigt, die bereits ausgeschöpften Mittel des derzeit bestehenden Hilfsprogramms auszuweiten. Die Branche soll dadurch zu einem Ausbau der Produktion ermutigt werden. Einzelheiten zu dem neuen Förderprogramm würden zwar erst in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Staatliche Unterstützung werde damit aber mehr Projekten zukommen als bislang. Oberstes Gebot sei, den Preis für Solarstrom zu reduzieren.
Foto: H.-G. Oed
Grenzenloses Potenzial
Mit über der Hälfte gewinnt Indien den überwiegenden Teil der Stromkapazitäten aus Kohle. Windkraft stellt derzeit den größten Beitrag aus Erneuerbaren Energien. Insgesamt liegt der Anteil regenerativer Energie an Indiens Stromverbrauch momentan aber nur bei 7,5 Prozent. Dabei stehen gerade Schwellenländer wie Indien oder China seitens der internationalen Staatengemeinschaft unter Druck, sich stärker zu Kontrollen ihrer CO2-Emissionen zu verpflichten. Bis 2020 will die indische Regierung die aus Solarenergie erzeugte Leistung von drei auf 20.000 Megawatt ausbauen.
Nach Einschätzung des Ministeriums ist das Potenzial der Sonnenenergie in Indien "grenzenlos". Anders als Wind- oder Wasserkraft, die nur in gewissen Regionen genutzt werden könnten, sei die solare Energie im Überfluss vorhanden. Derzeit unterstützt die Regierung Kapazitäten von 50 Megawatt mit bis zu 25 Cent pro Kilowattstunde. Das Programm sei bereits ausgeschöpft und solle daher substanziell ausgeweitet werden. Darüber hinaus habe Indien einen nationalen Aktionsplan zum Klimawandel entworfen, um eine Reihe weiterer Maßnahmen wie etwa effizientere Fahrzeuge durchzusetzen.
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