Offshore-Windparks könnten Strom für 37 Millionen Haushalte liefern
Der Bericht "International Offshore Wind Market to 2020" (Internationaler Offshore Windenergiemarkt bis 2020) prognostiziert, dass die Kapazität von Offshore-Windparks weltweit bis zum Jahre 2020 bis auf 55 Gigawatt ansteigen wird. Dies entspricht dem Energiebedarf von fast 37 Millionen europäischen Haushalten. Die derzeit installierte Kapazität beträgt noch weniger als zwei Gigawatt. Die globale Kapazität von Offshore-Windparks wird dieser Studie zufolge im kommenden Jahrzehnt jährlich um 32 Prozent anwachsen.
Foto: RWE
Engpässe in der Lieferkette werden bereits durch neue Marktteilnehmer behoben. Mehrere junge europäische Hersteller von Turbinen, die für einen Offshore-Einsatz geeignet sind, werden die Vorherrschaft von Siemens und Vestas in den nächsten Jahren herausfordern. Hinzu kommen in der Zukunft noch diverse asiatische Hersteller, unter anderem südkoreanische Konglomerate wie Hyundai und mindestens 10 chinesische Firmen.
Hinsichtlich der für den Aufbau von Turbinen erforderlichen Schiffe zeigen die Forschungsergebnisse ODS-Petrodatas, dass der derzeitige Engpass in diesem Bereich schnell behoben sein könnte, wenn alle sich derzeit im Bau befindlichen Schiffe planmäßig geliefert und alle derzeit geplanten Schiffe dem Plan entsprechend fertig gestellt werden. Letztendlich wird dies eine Frage des Zugangs zu finanziellen Ressourcen sein. Bei einigen der potenziellen Eigentümer handelt es sich jedoch um große Baufirmen mit erheblichen internen Ressourcen.
Großbritannien hält derzeit sowohl hinsichtlich der installierten Kapazität als auch der laufenden Projekte eine Führungsrolle. 2013 und 2014 könnten sich die Aktivitäten dort jedoch abschwächen. Deutschland wird diesen Rückgang voraussichtlich mehr als ausgleichen und sich ab 2014 zu einer wahren Macht in diesem Sektor entwickeln. Langfristig werden auch China und die USA eine bedeutende Rolle spielen.
Es gibt einen starken Trend hin zu Projekten, die in tieferen Gewässern weiter vom Land entfernt durchgeführt werden. Dies dürfte neue Gelegenheiten für innovative Aufbauverfahren, neue Schiffskonstruktionen, Fundamente für den Einsatz in Tiefseegewässern, Kabel zur Übertragung von Strom über lange Strecken sowie neue Möglichkeiten zur Bewältigung von Betriebs- und Wartungsproblemen schaffen.
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