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Olympia neu denken

Nach der Wahl des Austragungsortes der Olympischen Winterspiele 2018 mit einem klaren Abstimmungsergebnis für Peyongchang fordert Transparency Deutschland Olympia auf neu zu denken. Angesichts der Entwicklung der Gesellschaften in Zeiten der Globalisierung muss sich auch der Sport der Frage nach Transparenz und Ethik als wesentlicher Teil der Nachhaltigkeit deutlich stellen.
Foto: pau.artigas/flickr.com
08.07.2011 Berlin  (UD/pm) - Die bewegenden Momente in Tunesien und Ägypten zu Beginn dieses Jahres, der Kampf vieler Menschen, zum Beispiel in Libyen, Jemen und Bahrain – unter Einbezug auch von Athleten, zum Beispiel der Verfolgung der Handball-Nationalmannschaft von Bahrain – künden von einem Umbruch, dem die Olympische Bewegung wird Rechnung tragen müssen. Die deutsche Olympiabewerbung mit München hätte dazu beitragen können, bei dieser Entwicklung mit grundsätzlichen kulturellen und politischen Zielsetzungen voran zu gehen.

Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Ein Land wie Deutschland mit der Stadt München, die aus ihrer Geschichte mit dem Olympiaattentat von 1972 der Olympischen Idee in besonderem Maße verpflichtet ist, muss eine Bewerbung deshalb auf Transparenz und klaren ethischen Standards aufbauen, die die Beteiligung aller Stakeholder als wesentliches Element voraussetzen.“ Die Bewerbung Münchens hatte zwar Nachhaltigkeit zum Leitmotiv erkoren und ein für internationale Verhältnisse wegweisendes, kompaktes Sportstättenkonzept sowie Klimaneutralität zu bieten, weitere Elemente von Nachhaltigkeit waren aber nur schwach ausgebildet:

„Aus Sicht von Transparency Deutschland wäre ein offensives Eintreten für Transparenz und ethisch hohe Standards schon im Bewerbungsverfahren als Teil einer wirklichen Nachhaltigkeitsstrategie wünschenswert gewesen. Hier wurde eine Gelegenheit versäumt, auch angesichts der Vorgänge um die Vergabe der FIFA-WM 2018 und 2022 ein Zeichen für die Anforderungen der Zukunft an die Integrität der Sportorganisationen zu setzen“, sagt Ulrike Spitz von der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency Deutschland.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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