Olympia neu denken
Nach der Wahl des Austragungsortes der Olympischen Winterspiele 2018 mit einem klaren Abstimmungsergebnis für Peyongchang fordert Transparency Deutschland Olympia auf neu zu denken. Angesichts der Entwicklung der Gesellschaften in Zeiten der Globalisierung muss sich auch der Sport der Frage nach Transparenz und Ethik als wesentlicher Teil der Nachhaltigkeit deutlich stellen.
Foto: pau.artigas/flickr.com
Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Ein Land wie Deutschland mit der Stadt München, die aus ihrer Geschichte mit dem Olympiaattentat von 1972 der Olympischen Idee in besonderem Maße verpflichtet ist, muss eine Bewerbung deshalb auf Transparenz und klaren ethischen Standards aufbauen, die die Beteiligung aller Stakeholder als wesentliches Element voraussetzen.“ Die Bewerbung Münchens hatte zwar Nachhaltigkeit zum Leitmotiv erkoren und ein für internationale Verhältnisse wegweisendes, kompaktes Sportstättenkonzept sowie Klimaneutralität zu bieten, weitere Elemente von Nachhaltigkeit waren aber nur schwach ausgebildet:
„Aus Sicht von Transparency Deutschland wäre ein offensives Eintreten für Transparenz und ethisch hohe Standards schon im Bewerbungsverfahren als Teil einer wirklichen Nachhaltigkeitsstrategie wünschenswert gewesen. Hier wurde eine Gelegenheit versäumt, auch angesichts der Vorgänge um die Vergabe der FIFA-WM 2018 und 2022 ein Zeichen für die Anforderungen der Zukunft an die Integrität der Sportorganisationen zu setzen“, sagt Ulrike Spitz von der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency Deutschland.
Kontakt
Impressum
RSS
English Version



Drucken 
Senden
Leserbrief






