Bei Erdgasförderung in Niedersachsen gelangten giftige Stoffe ins Grundwasser
In Niedersachsen sind bei der Erdgasförderung giftige Stoffe wie Quecksilber und aromatische Kohlenwasserstoffe in Erdreich und Grundwasser gelangt. Die zuständige Aufsichtsbehörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover, bestätigte dem NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazin „Markt": „An insgesamt neun Lokationen kam es zu einer Schadensausbreitung. Bei der Sanierung wurden 2.500 Kubikmeter verunreinigter Boden entnommen, entsorgt und ersetzt."
Foto: Marion Book
Nach Angaben des LBEG handelt es sich um Quecksilber sowie die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol (BTEX). Der Toxikologe Prof. Hermann Kruse von der Universität Kiel äußert sich gegenüber „Markt" äußerst besorgt. Diese Stoffe seien gesundheitsgefährdend.
Auf Nachfrage von „Markt" bestätigte der Konzern ExxonMobil den Schaden im Erdgasfeld Söhlingen: „Im Rahmen der Umsetzung des genehmigten Sanierungsplanes wurden ca. 2.500 Kubikmeter verunreinigter Boden entsorgt und durch sauberen Boden ersetzt." Weiter gibt ExxonMobil zu: „Neben dem verunreinigten Boden musste im Umfeld der Schadstellen auch eine Reinigung des Grundwassers von ausgetretenem Lagerstättenwasser erfolgen."
Der Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert den intransparenten Umgang des Konzerns ExxonMobil und der zuständigen Aufsichtsbehörden mit dem Störfall. Das noch von 1940 stammende Bergrecht ermögliche Konzernen wie ExxonMobil, ihrer Arbeit weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit nachzugehen.
Kontakt
Impressum
RSS
English Version



Drucken 
Senden
Leserbrief






