BDI zum Petersberger Klimadialog
"Die exportstarke deutsche Industrie drängt auf verlässliche, international gültige Rahmenbedingungen im Klimaschutz. Gerade deshalb ist es wichtig, wieder Vertrauen zu schaffen und die weltweite Entscheidungsfindung grundlegend zu verbessern." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich des Abschlusses des Petersberger Klimadialogs.
Petersberger Klimagipfel in Bonn, Foto: Tohma/Wikipedia
Energieintensive Industrien seien das Fundament gesamter Wertschöpfungsketten der deutschen Industrie - und damit von Arbeitsplätzen und Wohlstand. "Die Annahme, dass wir andere Staaten in Zugzwang brächten, wenn wir unsere eigenen Wertschöpfungsketten zerstörten, ist illusorisch", erläuterte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Der Erfolg des Industrielands Deutschland beruhe gerade auf gut funktionierenden Wertschöpfungsketten unter Einbeziehung der energieintensiven Industrien. Schnappauf: "Es gibt nur Nachteile für Klima und Wirtschaft, wenn Europa vorauseilt und niemand folgt."
Institutionen wie die G20, die G8 oder die OECD sollten künftig verstärkt genutzt werden, um die Klimaschutzverhandlungen im Rahmen der UN voranzutreiben. "Zentral ist, Investitionen in klimafreundliche Technologien zu fördern und die bilaterale Zusammenarbeit mit den wichtigen Schwellenländern zu stärken", so Schnappauf. Die deutsche Industrie gebe mit ihren innovativen Technologien die richtige Antwort auf die großen Herausforderungen des Klimaschutzes, sagte Schnappauf. Die Politik müsse der Wirtschaft durch klare, langfristige, verlässliche Rahmenbedingungen Planungs- und Investitionssicherheit geben.
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