Vorschläge für Deutschen Umweltpreis
Zum 17. Mal vergibt die unabhängige Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) in diesem Jahr ihren mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis. Und das Interesse ist ungebrochen: 100 Preisträger-Vorschläge gingen bei der größten Umweltstiftung der Welt ein.
Preisträger 2008: Dr. Holger Zinke, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Foto: DBU
Ob die Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft, der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, der Deutsche Naturschutzring oder andere anerkannte Umweltverbände, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften oder Medien: Sie alle hatten die Gelegenheit, ihre Favoriten für den Deutschen Umweltpreis 2009 zu benennen. Nach der Begutachtung durch die Geschäftsstelle der DBU prüft eine unabhängige Fachjury im Sommer alle eingegangenen Vorschläge, bevor das Kuratorium der Stiftung im Herbst endgültig entscheidet.
Mit der Vergabe des Preises Ende Oktober zeichnet die DBU "Einsatz und Leistungen aus, die entscheidend und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden", wie es die Leitlinien vorsehen. Die Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und schon im Vorfeld zu entschärfen. In den achtzehn Jahren ihres Bestehens hat die DBU über 7.200 Projekte zum Umweltschutz mit über 1,25 Milliarden Euro gefördert.
Im vergangenen Jahr überreichte zum fünften Mal Bundespräsident Horst Köhler den Deutschen Umweltpreis: Er ging in der Rostocker Stadthalle an Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Dekan der Donald Bren School für Umweltwissenschaft und -management der Universität Kalifornien (Santa Barbara), und Dr. Holger Zinke, Gründer des mittelständischen Biotech-Unternehmens BRAIN AG (Zwingenberg). Von Weizsäcker wurde geehrt, weil er seit Jahrzehnten hervorragende Überzeugungsarbeit weltweit für nachhaltiges Wirtschaften in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft leistete. Zinke, weil es ihm mit innovativer weißer Biotechnologie gelungen ist, neuartige Wirkstoffe aus der Natur mit großem Erfolg für die industrielle Produktion bereitzustellen und damit die Umwelt zu entlasten.
Zu den Trägern des Deutschen Umweltpreises gehören unter anderem der Hamburger Unternehmer Dr. Michael Otto (1997), der spätere Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Paul J. Crutzen (1994) und der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002). Mit Sonderpreisen ausgezeichnet wurden der Tierfilmer Heinz Sielmann (2005) und die Naturschützerin Hannelore "Loki" Schmidt (2004).
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