Nachhaltigkeitsratsvorsitzender Repnik legt Mandat nieder
Hans-Peter Repnik legt sein Mandat im Nachhaltigkeitsrat nieder. Die Gründe für seinen Rücktritt seien gesundheitlicher Natur – „ernst zu nehmen und unabweisbar“, so Repnik. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Der heute 64-jährige Rechtsanwalt und langjährige CDU-Politiker Hans-Peter Repnik wurde im Juli 2010 von den Mitgliedern zum Vorsitzenden gewählt.
Hans-Peter Repnik mit Angela Merkel bei der RNE-Jahreskonferenz im September 2010. Foto: RNE
Die Ratsmitglieder und politische Verantwortungsträger aus Bund und Ländern reagierten mit großem Respekt vor der Entscheidung Hans-Peter Repniks. Er habe die inhaltliche Ausrichtung des Rates auf die internationale Rio-Agenda der Entwicklungs- und Umweltpolitik geprägt und authentisch verkörpert; insbesondere zum zwanzigsten Jahrestag der Riokonferenz im Jahr 2012 werde man dies schmerzlich vermissen, so der Tenor.
Für den Rat war und ist das Wirken von Hans-Peter Repnik von besonderer Bedeutung. Sein Augenmerk als Ratsvorsitzender galt der verbesserten und konkreten politischen Wirkung der Arbeit des Nachhaltigkeitsrates im Hinblick auf das Parlament und die Regierung sowie die kommunalen und praktischen Entscheidungsträger. „Von seinen vielfältigen politischen Erfahrungen und seiner hohen Anerkennung in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben alle Mitglieder und Mitarbeiter des Nachhaltigkeitsrates stark profitiert“, so Dr. Günther Bachmann als Generalsekretär des Rates.
Hans-Peter Repnik, geboren 1947 in Konstanz, studiert Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg. 1973 wird er zum Nachfolger von Wolfgang Schäuble als Vorsitzender der Jungen Union Südbaden gewählt. 1976 wird er in Stuttgart persönlicher Referent des Finanzministers und anschließend Parlamentarischer Berater von Erwin Teufel. 1980 gewinnt er ein Direktmandat für den Wahlkreis Konstanz und gehört dem Deutschen Bundestag in sieben Legislaturperioden nach jeweils direkter Wahl an.
In den ersten Parlamentsjahren engagiert sich Repnik als Berichterstatter im Entwicklungshilfeausschuss für den Fachbereich Umwelt und Entwicklung – eine Berichterstattung, die neu eingeführt wurde. Als er 1989 zum Parlamentarischen Staatssekretär im Entwicklungsministerium berufen wird, legt er auch hier einen Schwerpunkt auf dieses Thema, ebenso in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bundesfachausschusses Entwicklungspolitik der CDU. 1992 vertritt er Deutschland als stellvertretender Delegationsleiter neben Klaus Töpfer beim „Erdgipfel“ in Rio de Janeiro. Der Station in der Spitze der CDU/CSU-Fraktion als 1. Parlamentarischer Geschäftsführer folgt 2003 bis 2005 seine Berufung zum Vorstandsvorsitzenden der „Duale System Deutschland AG. Der grüne Punkt“ und schließlich das Mandat im Nachhaltigkeitsrat.
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