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Neue Richtlinien für Transparenz im Bau- und Immobiliensektor

Der Einfluss von Immobilien auf den Klimawandel wurde lange unterschätzt. Ein auf die Branche zugeschnittener Fragekatalog der Global Reporting Initiative (GRI) soll die Wissenslücke nun schließen helfen. Bei dieser "ergänzenden Guideline" geht es etwa um die Erfassung der CO2-Emissionen, die Verwaltung und Sanierung von kontaminierten Flächen und an Subunternehmer vergebene arbeitsrechtliche Aspekte.
Gebäude sind in Städten für 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Foto: inthesitymad/flickr.com
12.10.2011 Amsterdam (UD/el-pm) - Während des gesamten Lebenszyklus – von der Konzeption über die Konstruktion, den Betrieb und schließlich bis zum Abriss – hat ein Gebäude einen gravierenden Einfluss auf die Umwelt und das Umfeld. Je nach verbautem Material sind Gebäude verantwortlich für mehr als 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und ein Drittel der globalen Treibhausgas-Emissionen. In Städten sind tragen sie einen Anteil von 80 Prozent an den dort ausgestoßenen Treibhausgas-Emissionen. Um die Nachhaltigkeitsperformance von Gebäuden zu verbessern, müssen deren Auswirkungen daher in allen Phasen des Lebenszyklus berücksichtigt werden.

Doch bisher herrschten bei der Messung, Überwachung und Berichterstattung der Nachhaltigkeit am und beim Bau Mängel, so die Reporting-Initiative. GRI hat daher jetzt spezielle Richtlinien für die Bau- und Immobilienbranche ergänzt. Die maßgeschneiderte Segmentlösung zielt darauf ab, der Berichterstattung für diese Branche mehr Relevanz zu geben.

Das „GRI Construction and Real Estate Sector Supplement“ (CRESS)  ist eine Anleitung für alle, die in diesem Bereich investieren, entwickeln, konstruieren, oder Gebäude verwalten. Sie basiert auf Grundsätzen und Indikatoren, um die jeweilige Geschäftsstrategie und Performance zu reporten. Spezifische Fragen in dem neuen Supplement sind unter anderem zur Zertifizierung von Bau- und Werkstoffen, die CO2-Emissionen, die Verwaltung und Sanierung von kontaminierten Böden sowie Aspekte der Gesundheit und Arbeitssicherheit.

Maaike Fleur, Senior Manager Reporting Framework an der Global Reporting Initiative, sagt dazu: "Die Guidance wird dazu beitragen, den Bau- und Immobilienunternehmen mehr Transparenz bei den Auswirkungen ihrer Aktivitäten und auf die Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu geben. Die bebaute Umwelt bildet das Umfeld, in dem Gemeinden funktionieren, so dass es unerlässlich ist, dass Unternehmen aus der Bau- und Immobilienbranche verlässliche Werkzeuge haben, um ihre Auswirkungen zu kommunizieren, um zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu kommen."

Das Supplement wurde im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Prozesses entwickelt. Experten aus der Bau -und Immobilienwirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft entwickelten das Supplement gemeinsam in einer Arbeitsgruppe.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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