IIRC-Initiative für integrierte Berichterstattung
Die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen wird immer stärker von Umweltveränderungen, gesellschaftlichen Anforderungen und Governance-Vorschriften bestimmt. In der Finanzberichterstattung und Rechnungslegung sind diese Faktoren bislang jedoch nur unzureichend berücksichtigt. Das International Integrated Reporting Committee (IIRC) hat nun ein Diskussionspapier veröffentlicht, das nach Einschätzung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wesentliche Elemente einer umfassenden, über unmittelbar finanzielle Elemente hinaus gehenden Unternehmensbilanzierung aufzeigt.
Die Finanzberichterstattung bleibt auch im erweiterten Reporting-Modell der Kern der Berichterstattung. Die Vorschläge des IIRC zielen jedoch darauf ab, das Geschäftsmodell und die Art und Weise der Wertschöpfung stärker zu berücksichtigen. Der tatsächliche wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens wird demnach auch daran gemessen, welche Ressourcen zur Wertschöpfung verbraucht wurden und welche Folgen die unternehmerischen Aktivitäten für Umwelt und Gesellschaft haben. Dies bedeutet auch, Bewertungen für Ressourcen zu finden, die sich nicht oder nicht sinnvoll über Marktpreise ermitteln lassen.
Eine integrierte Berichterstattung muss aber nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich weiter gefasst sein und sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette berücksichtigen. Das Sportlifestyle-Unternehmen Puma beispielsweise hat mit Unterstützung von PwC bereits seinen Wasser- und CO2-Verbrauch von der Rohstofferzeugung bis hin zum Verkauf analysiert und bewertet.
Weiterführende Links zum Thema:
Zum Download des Diskussionspapier vom International Integrated Reporting Committee
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