Creating Shared Value Forum 2011: Nestlé diskutiert die Welt von Morgen
Wie kann die Welt 2030 mit ausreichend Nahrung und Wasser versorgt werden, und welche Rolle spielt die Entwicklung ländlicher Räume bei der Lösung der anstehenden Probleme? Diese und weitere Fragen beschäftigten Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auf Nestlés diesjährigem „Creating Shared Value Forum“ in Washington. Neben Ernesto Zedillo, ehemaliger mexikanischer Staatschef und Direktor des Zentrums für Globalisierung an der Yale-Universität, stellten sich unter anderem Peter Brabeck-Letmathe, Präsident Nestlé, und Ann Veneman, ehemalige Direktorin von UNICEF und US-Agrarministerin unter Georg W. Bush, den Fragen der Gäste. Die geografischen Schwerpunkte lagen während der Veranstaltung auf Lateinamerika und Afrika.
Kaffeefarmer bei einer Schulung, Foto: Nestlé
Mit dem Nescafé-Plan hat Nestlé im vergangenen Jahr ein umfangreiches Programm zur Sicherung der eigenen Rohstoffbasis, aber auch der Lebensgrundlage von Millionen Kleinbauern und ihren Familien gelegt. Schulungen und spezielles Saatgut ermöglichten es den Farmern dabei, ihr Einkommen signifikant zu steigern. Während der Auftaktveranstaltung erklärte Ernesto Zedillo dieses Engagement auch mit wirtschaftlichen Erwägungen: „Man kann sich nicht einfach mit dem Profit von heute beschäftigen, sondern muss darüber nachdenken, was nötig ist, um auch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch als Firma präsent zu sein.“
Zum vollständigen Protokoll der Sitzung gelangen Sie hier:
Creating Shared Value in Africa: Noch immer assoziieren westliche Beobachter mit Afrika vor allem Probleme wie Hunger, Korruption, fehlende Infrastruktur, Krankheiten oder Gewalt. Dass man allerdings auch einen anderen Blick auf den Kontinent haben kann, der durchaus Anlass zur Hoffnung gibt, erläuterte Paul Bulcke, Vorstandsvorsitzender von Nestlé: „Es gibt viel Unsicherheit, aber es gibt auch ein enormes Potenzial. So ist zum Beispiel das Bruttoinlandsprodukt die Mikro-Ökonomien Afrikas in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um vier bis fünf Prozent gewachsen.“ Mit der Frage, welche Maßnahmen zur Sicherung von Fortschritt und Entwicklung jetzt nötig sind, beschäftigten sich die Experten während des zweiten Blocks. Zum vollständigen Protokoll der Sitzung gelangen Sie hier: |
Looking to 2030: Eines stand für die Teilnehmer des Forums von Beginn an fest: Die anstehenden Probleme können von niemandem alleine gelöst werden. Nur eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft verspricht auf lange Sicht Erfolge beim Kampf gegen Hunger, Wassermangel und Unterentwicklung. Abschließend betonte Peter Brabeck-Letmathe noch einmal, dass diese Probleme keine Phänomene der dritten Welt mehr sind, sondern längst auch in den großen Industrienationen angekommen seien: „Wenn ich über Wasser spreche, muss ich auch festhalten, dass Wasser in Europa, etwa in Spanien zur Neige geht. Das Wasser in den USA geht zur Neige. Wenn Sie auf ihre vier großen Flüsse schauen und auf ihre Stauseen - sie sind alle halb leer, und gleichzeitig benutzen wir das Wasser zum Bewässern von Gärten in Arizona oder für Golfanlagen, während zur gleichen Zeit die Landwirte Probleme mit der Wasserversorgung haben.“ Zum vollständigen Protokoll der Sitzung gelangen sie hier: |
Weiterführende Informationen: Alle Informationen zum Creating Shared Value Forum finden Sie hier: Video- und Audiomaterial aller Podiumsteilnehmer finden Sie hier: |
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