Nestlé Werk Biessenhofen erhält Preis für Klimaschutz
Das Nestlé Werk Biessenhofen hat bei der Verleihung des 3. Deutschen Kältepreises eine Auszeichnung für seine Klimaschutzmaßnahmen erhalten. In der Kategorie „Klimatisierung eines Gewerbegebäudes“ erhielt das Werk einen von drei mit 5.000 Euro dotierten zweiten Preisen. Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit übergab die Preise in Berlin an die prämierten Unternehmen.
Übergabe des 3. Deutschen Kältepreises in Berlin. Foto: Ingo Heine/co2online gGmbH
Das Werk Biessenhofen überzeugte die Jury mit einem innovativen Energiekonzept bei einem Neubau einer Produktionsanlage zur Herstellung hypoallergener Säuglingsnahrung: In den verschiedenen Produktionsschritten müssen Bestandteile der Rezeptur entweder erhitzt oder gekühlt werden. Heiz- oder Kühlwasser werden über einen geschlossenen Kreislauf mit einem so genannten Schichtwasserspeicher genutzt, um in einem weiteren Prozessschritt wieder eingesetzt zu werden. Über diese „Wärmeschaukel“ ist eine zeitliche Entkoppelung des Energieverbrauchs und damit die Mehrfachnutzung von Energieströmen möglich. Der Wärme- und KälterückGewinnungsprozess ersetzt das konventionelle Heizen mit Dampf und das Kühlen mit Kaltwasser. Durch die effiziente Bereitstellung von Heiz- und Kühlenergie werden jährlich voraussichtlich rund 2.900 Tonnen Steinkohle eingespart – und damit die Emission von 6.800 Tonnen CO2 vermieden.
Weltweit hat Nestlé sich zum verbindlichen Ziel gesetzt, Energie- und Wasserverbrauch in der Produktion kontinuierlich um jeweils drei Prozent jährlich zu reduzieren. Über die vergangenen zehn Jahre hat Nestlé weltweit Treibhausgasemissionen, Wasser- und Energieverbrauch bezogen auf das Produktionsvolumen jeweils um rund die Hälfte gesenkt. Konzernweit verbindliche Richtlinien bilden die Grundlage für eine kontinuierliche Reduzierung des Umwelt-Fußabdrucks an allen Standorten weltweit. Schlüsselindikatoren sind (je Tonne Produkt, 2010 zu 2000): Energieverbrauch in den Werken (-43,7%), Treibhausgasemissionen (-51,2%), Wasserentnahme (-60,9%) sowie die Reduktion von Abfall (-55,5%). Auch an den deutschen Standorten ist die Entwicklung positiv: Durch Projekte wurden im Vergleich zum Vorjahr Wasser (-5,2%) und Energie (-3,1%) eingespart.
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