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Neuer Maßstab zur Bewertung von Textilien und Schuhen unter nachhaltigen Aspekten

Namhafte internationale Bekleidungsunternehmen, Stakeholder und wissenschaftliche Experten haben die „Sustainable Apparel Coalition“ gegründet, um die Entwicklung eines „Product Sustainable Footprint“ voranzutreiben. Ziel der Koalition ist es, einen internationalen Maßstab zur Qualitätsbewertung von Produkten unter nachhaltigen Aspekten zu schaffen. Die Otto Group ist Gründungsmitglied der „Sustainable Apparel Coalition“.
Foto: Arndt Hoppe/flickr.com
10.03.2011 Hamburg (UD/cp) - Das zu diesem Zweck entwickelte Instrument, ein sogenannter „Sustainability Index“, das ab Frühjahr 2011 von den Koalitionspartnern getestet wird, erfasst Daten von der Rohstoffgewinnung über die Weiterverarbeitung bis hin zur Nutzung des Produkts durch den Kunden. Nachhaltigkeitsaspekte der Produktion von Textilien und Schuhen werden damit erstmals ganzheitlich messbar und steuerbar. Außerdem zeigt der „Sustainability Index“ die Handlungsfelder auf, in denen die globale Textil- und Schuh-Industrie verstärkt Verantwortung übernehmen muss und eröffnet Chancen für die Durchsetzung technologischer Innovationen in diesem Bereich. Ziel ist es, eine deutliche Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs, des Einsatzes von Chemikalien sowie der Abfallproduktion zu erreichen und die sozialen Standards in den Produktionsländern weiter zu verbessern.

„Wir sehen es in der Otto Group als unsere Verantwortung an, ökologischen Schaden im Rahmen unserer Handelstätigkeit zu vermeiden und sozialen Gewinn anzustreben“, sagt Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group. „ Der Product Sustainable Footprint ermöglicht eine Übersicht über die Auswirkungen, die die Produktion von Kleidung und Schuhen auf Mensch und Natur hat. Er kann zu dem notwendigen globalen Bewusstseinswandel führen und einen verantwortungsvolleren Umgang mit unseren Ressourcen fördern.“

Der „Product Sustainable Footprint“ ist die logische Weiterentwicklung des von der Otto Group bereits ermittelten „Product Carbon Footprints“ von Textilprodukten. Er gibt neben den CO2 – Emissionen auch Auskunft über die Auswirkungen auf andere relevante Nachhaltigkeitsaspekte, wie den Wasserverbrauch, soziale Bedingungen bei der Produktion und die Abfallverursachung.

Unter den insgesamt 30 Gründern der Koalition befinden sich Einzelhändler und Lieferanten aus den USA, Asien und Großbritannien. Neben der Otto Group zählen auch Gap, H&M, Levi Strauss, Nike, Timberland, Walmart, Patagonia, Marks & Spencer und Li & Fung zu den Mitgliedern.

„Unser Ziel ist es, ein Instrument zu entwickeln, mit dem wir nachhaltige Aspekte in der Wertschöpfungskette besser steuern und insgesamt verständlicher machen können. Wir werden damit die Belastungen für unsere Umwelt weiter reduzieren und unsere soziale Verantwortung künftig noch besser wahrnehmen können“, sagt Andreas Streubig, Leiter Umwelt- und Gesellschaftspolitik der Otto Group. „Die an der Apparel Coalition beteiligten Unternehmen verfolgen neben eigenen Zielen im Bereich einer ökologisch und sozial ausgewogenen Wirtschaftstätigkeit unter dem Dach der Koalition auch das gemeinsame Ziel, Lösungen für Themen zu finden, von denen alle global agierenden Unternehmen in der Textil- und Schuhindustrie gleichermaßen betroffen sind.“ Die Mitbegründer treffen sich seit Anfang 2010. Sie sind sich darüber einig, dass man Veränderungen nur gemeinsam mit anderen Unternehmen durchsetzen kann.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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