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Klimacamp von E.ON Ruhrgas als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet

„Die Jugendlichen sollen sich eine eigene Meinung in der Diskussion um den Klimawandel bilden können“, sagt Julia Eschenbruch von E.ON Ruhrgas. Das ist das Ziel des dreitätigen „Klimacamps“ – einem Gemeinschaftsprojekt des Energieunternehmens sowie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Nach dem erfolgreichen Start in 2010 laden die Partner in diesem Jahr erneut Schüler der Klassen 10 bis 13 in das Klimacamp ein. Jetzt wurde das Projekt im Rahmen des Wettbewerbs „365 Orten im Land der Ideen“, einer gemeinsamen Initiative von Bundesregierung und Wirtschaft, ausgezeichnet.
Beim Sciencedate konnten die Schüler mit Experten diskutieren. Foto: E.ON Rhurgas
01.03.2011 Essen (UD/jb) - Bereits bei der jungen Generation solle durch Projekte wie dem „Klimacamp“ das Interesse für das Thema Nachhaltigkeit geweckt und ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen geschaffen werden, erklärt Dr. Peter Blau, Executive Vice President Corporate Sustainability von E.ON, bei der Preisverleihung. Die Auszeichnung zum „Ort im Land der Ideen“ kommt passend zum laufenden Anmeldeverfahren für das Klimacamp im April: Noch bis zum 14. März können sich Schüler entsprechenden Alters und jedweder Schulform anmelden.

Berichte aus dem Klimacamp 2010

Bereits die Teilnehmer des ersten Camps im Vorjahr konnten positive Erfahrungen sammeln: „Ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen. Hier kann man sich individuell und ohne Druck informieren“, berichtete die Teilnehmerin Anja Krappe aus Essen nach den drei Tagen. Auch Ruven Krull hatte das Klimacamp besucht, und es hat ihm Spaß gemacht: „Mir haben besonders die Diskussionen gut gefallen“. Dabei hatten die Schüler ein gut gefülltes Programm hinter sich: Unter der Betreuung von Mitarbeitern der E.ON Ruhrgas sowie des Wuppertal Instituts wurden Themen wie der Klimawandel, Energiemix der Zukunft und die nachhaltige Entwicklung erörtert und verständlich gemacht. Um diese Bereiche greifbar zu machen, bekamen die Jugendlichen in einem Kreativ-Workshop die Aufgabe, das Leitbild der Nachhaltigkeit zu visualisieren. Einige nahmen dazu Papier und Filzstift in die Hand – andere bedienten sich der Filmkamera: Mit Hilfe dieser Ausstattung stellten sie eine Nachrichtensendung des Jahres 2050 nach, mit Berichten über Szenarien wie Temperaturschwankungen in Berlin von bis zu 45 Grad Minus.

Foto: E.ON Rhurgas
In einer weiteren Gruppenarbeit wurden dann die einzelnen Energieträger, darunter die erneuerbare, die fossile sowie die Kernenergie, näher beleuchtet. Dazu sammelten die Schüler aus wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Sicht Vor- und Nachteile der verschiedenen Träger und trugen diese auf Flipcharts zusammen. Als Informationsquelle diente ihnen dabei ein Energie-Lexikon des Wuppertal Instituts, das verständlich aufbereitete Fakten enthält. Der 17-jährige Jonas von Sondern ist von dieser Lernerfahrung begeistert: „In der Schule sind wir längst nicht so tief in das Thema eingetaucht. Die umfangreichen Materialien hier im Camp und das interaktive Arbeiten haben mich echt weitergebracht.“ Ein Erfolg für die Veranstalter, die mit der Vermittlung dieser umfassenden Themen keine leichte Aufgabe haben: „Uns und EON war es wichtig, das wir die Jugendlichen dazu bringen, alle Perspektiven des Problems zu sehen, und dass sie in der Lage sind ganzheitlich zu denken. Das ist eine große Herausforderung“, sagt Anna Bliesner vom Wuppertal Institut.

Theorie und Praxis

Mit dem neu erworbenen Wissen trafen die Jugendlichen dann als Höhepunkt des Klimacamps beim „Sciencedate“ auf Experten des Wuppertal Instituts sowie von E.ON und diskutierten mit ihnen über das Thema Klimawandel. Zentrale Diskussionspunkte waren dabei der Stand der Wissenschaft, die Maßnahmen der Politik sowie die Reaktion eines Energieunternehmens. Zum Abschluss des Camps ging es dann in die Praxis: So besuchten die Jugendlichen das E.ON Kraftwerk in Datteln. Vor Ort informierten sie sich über die Funktionsweise des Steinkohlekraftwerks und besichtigten die Kohleöfen, die Turbinenhalle, die Rauchgasreinigung und die Kühltürme. Anschließend standen dann in der Hauptverwaltung von E.ON Ruhrgas Mitarbeiter aus der Personalabteilung des Unternehmens sowie der Energie Agentur zur Verfügung, um den Jugendlichen Fragen über Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten in der Energiebranche zu beantworten.

Erfolgreiche Kooperation

Die Veranstalter zeigten sich nach Ablauf des ersten Klimacamps zufrieden. Julia Eschenbruch, Projektleiterin im Bereich Corporate Responsibility bei E.ON Ruhrgas, freute sich besonders über die funktionierende Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Instiut: „Es ist toll, dass wir diese Veranstaltung gemeinsam durchführen können. Denn zum einen haben sie die Expertise und das pädagogische Know-How, zum anderen ist die Kooperation auch ein ganz klares Signal, dass es uns nicht darum geht, hier nur E.ON-Botschaften zu vermitteln“. Ziel sei es, „eine möglichst ausgewogene und neutrale Informationsgrundlage anzubieten“, so Eschenbruch. Aus Sicht des Klimacamp-Teilnehmers Ruven Krull ist das gelungen. Dass das Klimacamp von dem Energieunternehmen E.ON organisiert wird, hat ihn erst skeptisch gemacht. „Aber E.ON hat sich da beim Inhalt echt zurückgenommen“, sagt Ruven Krull nach den drei Tagen im Camp.

Maria Jola Welfens, Projektkoordinatorin des Wuppertal Instituts, hat vor allem die Lernfähigkeit der Schüler beeindruckt: „Als ich sie am Anfang des Camps fragte, wer schon etwas über nachhaltige Entwicklung wisse, hat sich nicht mal eine Hand gehoben. Jetzt am Ende des Tages bin ich stolz auf die Schüler, wie kreativ und engagiert sie sich einbringen.“

Das Klimacamp findet in diesem Jahr vom 13.04.2011 bis zum 15.04.2011, im Wilhelm Kliewer Haus in Mönchengladbach statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage von E.ON Ruhrgas.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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