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Frank Appel im Gespräch zum Nachhaltigkeitstag der Deutschen Post DHL

Dr. Frank Appel ist seit Februar 2008 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post DHL. Der gebürtige Hamburger betreibt einen tiefgreifenden Umbau des Konzerns, wobei unternehmerische Verantwortung für ihn eine wesentliche Grundlage ist. „Wenn es dem Unternehmertum an Verantwortung mangelt, kann das dramatische Folgen haben", warnte er in Bonn. Wir sprachen mit Frank Appel über das Thema Nachhaltigkeit.
Frank Appel, Chief Executive Officer bei Deutsche Post DHL. Foto: Deutsche Post DHL
28.02.2011 Bonn (UD/cp-el) - Herr Appel, warum veranstaltet Deutsche Post DHL einen Nachhaltigkeitstag?

Dr. Frank Appel: Wir wollen als global tätiges Unternehmen nicht nur Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen, sondern auch den Dialog über nachhaltiges unternehmerisches Handeln mit allen gesellschaftlichen Akteuren vorantreiben. Nur im Dialog mit unseren Partnern, Wettbewerbern, Aktionären und Kunden sowie im Austausch mit Politik und Wissenschaft können wir erfahren, welchen Erwartungen und Forderungen wir gerecht werden müssen.

…und das heißt konkret?

Appel: Dass wir beim Nachhaltigkeitstag führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen und zum Beispiel diskutieren, welchen Beitrag Unternehmen für eine energieeffiziente und emissionsarme Wirtschaft leisten können. Oder welche Rolle Unternehmen übernehmen können, um – auch im eigenen Interesse – die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern.

Welche Schwerpunkte setzt die Deutsche Post DHL, wenn es um Nachhaltigkeit und Unternehmerische Verantwortung geht?

Appel: Wir konzentrieren uns auf die Themen Umweltschutz, Bildung und Katastrophenhilfe. Diese Bereiche sind eng mit unserem Kerngeschäft und damit auch mit unserem Know-how verknüpft.

Corporate Responsibility im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft? Das klingt sehr business-orientiert.

Appel: Meines Erachtens klingt das eher logisch: Wenn wir uns mit unseren Aktivitäten auf die Bereiche konzentrieren, in denen unser Wissen und unsere Zuständigkeiten am besten entwickelt sind, erzielen wir die größte Wirkung. Zugleich müssen wir uns den Herausforderungen stellen, für die wir aufgrund unserer Geschäftstätigkeit mitverantwortlich sind. Um es kurz zu sagen: Wir wollen Teil der Lösung sein.

Wie setzen Sie diesen Anspruch um?

Appel: Als Transport- und Logistikunternehmen steht für uns Umweltschutz ganz oben auf der Agenda – beispielsweise durch den Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und dadurch, dass wir uns konkrete, messbare Ziele für die Steigerung unserer CO2-Effizienz setzen und verfolgen. Auch in der Katastrophenhilfe konzentrieren wir uns auf das, was wir am besten können: Als Partner der UN unterstützen mit unseren DHL-Logistikexperten im Fall einer Naturkatastrophe die Hilfsanstrengungen an den Flughäfen. Wir waren alleine im letzten Jahr mehrfach im Einsatz, zum Beispiel nach dem Erdbeben in Haiti oder den Überschwemmungen in Pakistan. Und das Thema Bildung hat für uns als einer der weltweit größten Arbeitgeber mit rund 500.000 Mitarbeitern einen besonderen Stellenwert, nicht nur in Deutschland.

Aber was hat Bildung mit Ihrem Kerngeschäft zu tun?

Appel: Das liegt auf der Hand: Als globales Unternehmen werden wir auch in Zukunft motivierte und qualifizierte Arbeitskräfte nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern der Welt brauchen. Wir haben also ein besonderes Interesse, uns für bessere Bildungschancen einzusetzen. Gemeinsam mit der Organisation Teach For All arbeiten wir daran, den Bildungszugang für benachteiligte Kinder und Jugendliche in vielen Ländern weltweit zu verbessern.

Herr Appel, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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