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Nestlé: Maggi-Werk Singen erhält Auszeichnung für Umweltschutz

Bereits im Januar 2009 berichtete UmweltDialog über das Maggi-Werk Singen, das zu diesem Zeitpunkt durch besondere Maßnahmen zur CO2-Reduktion von sich Reden machte. Mit der Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage, die die Abwärme des benachbarten Gießereibetriebs Georg Fischer nutzt, gelang es dem Werk, seinen jährlichen CO2-Ausstoß um 11.000 Tonnen zu verringern. Nun erhielt das Maggi-Werk bei der Verleihung des Umweltpreises für Unternehmen Baden-Württemberg 2010, im Wirtschaftssektor Industrie, eine Anerkennung für seine Umweltschutzmaßnahmen. Das Abwärmenutzungsprojekt wurde dabei besonders hervorgehoben.
Auch die Mitarbeiter des Maggi-Werks Singen achten auf umweltgerechte Abläufe. Foto: Nestlé Deutschland AG
13.12.2010 Singen (UD/cp) - Werkleiter Wilfried Trah nahm bei der Preisverleihung Anfang Dezember in Stuttgart die Auszeichnung in Form einer Urkunde von Tanja Gönner, Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Baden-Württemberg entgegen. „Wir sind in Organisation und Produktion ökologisch ausgerichtet. Unsere Produkte stellen wir auf eine sorgfältige und verantwortliche Weise her, so dass Umwelt und natürliche Ressourcen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben", sagte Werkleiter Wilfried Trah. Für Maggi hat die Qualität der eigenen Produkte – für die entsprechend hochwertige, landwirtschaftliche Rohstoffe benötigt werden – absoluten Vorrang. „Eine intakte Umwelt ist eine zentrale Voraussetzung für die Verfügbarkeit einwandfreier Rohstoffe, heute und in Zukunft", so Trah weiter. Beim Maggi-Werk war die Jury insbesondere von der vorbildlichen und ganzheitlichen Umsetzung des Umweltschutzes in allen Bereichen des Werkes sowie der hervorragenden Einbindung der Mitarbeiter beeindruckt.

Besonders hervorzuheben ist ein Abwärmenutzungsprojekt mit der benachbarten Georg Fischer Automobilguss GmbH, deren Gießereiabwärme das Maggi-Werk zur Dampferzeugung nutzt. Hierdurch werden jährlich bis zu 11.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Das Werk benötigt Energie unter anderem in Form von Wasserdampf für Garprozesse und die Sterilisation von Produkten. Die Georg Fischer Automobilguss GmbH konnte die anfallende Abwärme nur teilweise nutzen. Durch die Installation von Wärmetauschern und einem rund 400 Meter langen Rohrleitungssytem zwischen den beiden Werken kann die Abwärme seit Januar 2009 wirtschaftlich und umweltfreundlich genutzt werden. Rund 50.000 Megawattstunden Dampf, die bislang aus Erdgas erzeugt wurden, werden durch Wärmerückgewinnung erzeugt. „Wir können damit bis zu zwei Drittel unseres Bedarfs an Dampf gewinnen und sparen Geld für Erdgas, mit dem wir normalerweise Dampf produzieren", sagte Wilfried Trah.

Weiterhin können beispielsweise alle Mitarbeiter Vorschläge in einen von der Werkleitung geleiteten Arbeitskreis für Umweltschutz sowie ins Betriebliche Vorschlagswesen einbringen. Die Umweltbeauftragten des Werkes werden regelmäßig geschult. Umwelthelfer in allen Bereichen des Werkes beraten zudem Kolleginnen und Kollegen und achten auf umweltgerechte Abläufe. Bei der Gestaltung von Betriebsgebäuden werden ökologische Gesichtspunkte wie die Verwendung von isolierenden Baustoffen berücksichtigt. Bei der Beschaffung von Anlagen wird schon im Angebotsstadium auf Energieeffizienz geachtet, um den Energieverbrauch zu senken.

Weltweit hat Nestlé sich zum verbindlichen Ziel gesetzt, Energie- und Wasserverbrauch in der Produktion kontinuierlich um jeweils drei Prozent jährlich zu reduzieren. Über die vergangenen zehn Jahre hat Nestlé weltweit Treibhausgasemissionen, Wasser- und Energieverbrauch bezogen auf das Produktionsvolumen jeweils um rund die Hälfte gesenkt. Konzernweit verbindliche Richtlinien bilden die Grundlage für eine kontinuierliche Reduzierung des Umwelt-Fußabdrucks an allen Standorten weltweit. Schlüsselindikatoren sind (je Tonne Produkt, 2009 zu 2000): Energieverbrauch in den Werken (-42,5%), Treibhausgasemissionen (-48%), Wasserentnahme (-64,5%) sowie die Reduktion von Abfall (-54%). Auch an den deutschen Standorten ist die Entwicklung positiv: Im vergangenen Jahr wurden im Vergleich zu 2008 je Tonne Produkt die Abfälle (-5%), der spezifische Energieverbrauch (-4,4%), die direkten CO2-Emissionen (-9,5%) und der Wasserverbrauch (-15,4%) reduziert.

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Grafik: Husin Sani/Flickr

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